53 duktion den gesellschaftlichen Mehrwert (m) verschluckt hat. Die theoretische Untersuchung kann nicht mit absoluter Sicher heit feststellen, genau wann, bei welcher konkreten Zahl, durch die dieser Prozeß charakterisiert ist, die Zerfallsperiode beginnt. Das ist bereits eine questio facti. Die konkrete Sachlage in der Wirtschaft Europas in den Jahren 1918—1920 zeigt deutlich, daß diese Zerfallsperiode bereits eingetreten ist und daß Anzeichen für eine Auferstehung des alten Systems der Produktionsverhält nisse fehlen. Umgekehrt. Alle konkreten Tatsachen weisen darauf hin, daß die Elemente des Zerfalls und der revolutionären Auf lösung der Verbindungen mit jedem Monat fortschreiten. Theo retisch ist dies vollkommen begreiflich. In der Tat; die in Klassen gespaltene kapitalistische Gesellschaft kann ja nur dann existieren, wenn die Mentalität des Burgfriedens sozusagen allgemcingültig ist, mit anderen Worten, erst dann und solange, wie die Arbeiterklasse, diese wichtigste Produktivkraft der kapitalistischen Gesellschaft, stillschweigend „einwilligt“, die kapitalistische Funktion zu erfüllen. Ist einmal diese Voraus setzung verschwunden, so wird die weitere Existenz der kapi talistischen Gesellschaft unmöglich. Der revolutionäre Marxismus hat genau festgestellt, daß auf dem Gebiet der Politik der Uebcrgang der Macht aus den Händen der Bourgeoisie in die Hände des Proletariats, ein Uebergang, der als bestimmter historischer Prozeß aufzufassen ist, seinen Ausdruck findet in einem Zusammenbruch der alten Staats maschinerie, wobei diese Maschinerie in ihre Bestandteile zerfällt. Der Staat ist keineswegs ein Objekt, das bei den verschiedenen Klassen von Hand zu Hand geht und sich nach den ehrwürdigen Gesetzen des bürgerlichen Familienrechtes vererbt. „Die Er oberung der Staatsgewalt durch das Proletariat“ heißt die Zer störung des bürgerlichen und die Schaffung eines neuen Staats- Systems, wobei auch die Elemente des zerfallenen alten Systems