56 „revolutionäre Zersetzung der Industrie”*) ist eine historisch un vermeidliche Etappe, über die man mit keinerlei Lamentierung hinwegkommen kann. Gewiß, vom absoluten Standpunkt wäre es sehr gut, wenn die Revolution und der Zusammenbruch der alten Produktionsverhältnisse von keinem Zerfall der technischen Pro duktionsbeziehungen begleitet wäre. Aber die nüchterne Beur teilung der realen Prozesse, ihre wissenschaftliche Analyse sagt uns, daß die Periode dieses Zerfalls historisch unvermeidlich und historisch notwendig ist. Der Zerfall in der technischen Hierarchie, der in einem be stimmten Stadium des Prozesses der erweiterten negativen Re produktion eintritt, übt seinerseits einen Druck auf den Zustand der Produktivkräfte aus. Die Produktivkräfte bestehen ver schmolzen mit den Produktionsverhältnissen in einem bestimmten System der gesellschaftlichen Arbeitsorganisation, Der Zerfall des „Apparates“ muß infolgedessen unvermeidlich eine weitere Herabsetzung der Produktivkräfte nach sich ziehen. Auf diese Weise wird der Prozeß der erweiterten negativen Reproduktion außerordentlich beschleunigt. Aus der obigen Analyse folgt, daß auf der Grundlage der zer springenden (alten, kapitalistischen) Beziehungen eine „Wieder herstellung der Industrie“, von der die Utopisten des Kapitalis- muß träumen, unmöglich ist. Der einzige Ausweg besteht darin, daß die unteren Kettenglieder des Systems, die grundlegende Pro duktivkraft der kapitalistischen Gesellschaft, die Arbeiterklasse, in der Organisation der gesellschaftlichen Arbeit eine dominie rende Stellung einnehmen. Mit anderen Worten: nur der Aufbau des Kommunismus ist die Voraussetzung für eine Wiedergeburt der Gesellschaft.**) *) Prof. Grinewetzki: „Die Nachkriegsperspektiven der russischen In dustrie" (russisch), **) Wie es sich auch für einen Apologeten des Kapitalismus gehört, dessen geistiger Horizont nicht über die „Weltauffassung" eines Syndikat-