86 staatlichung“ der Gewerkschaften und die faktische Verstaat lichung aller Massenorganisationen des Proletariats ergibt sich aus der inneren Logik des Transformationsprozesses selbst. Die kleinsten Keimzellen des Arbeitsapparates müssen sich in Träger des allgemeinen Organisationsprozesses verwandeln, der planmäßig geleitet und geführt wird von der kollektiven Vernunft der Arbeiterklasse, die ihre materielle Verkörperung in der höchsten und allumfassenden Organisation, in ihrem Staats apparat findet.*) So verwandelt sich das System des Staatskapi talismus dialektisch in seine eigene Umkehrung, in die Staats form des Arbeitersozialismus. Keine neue Struktur kann früher geboren werden, bevor sie zur objektiven Notwendigkeit geworden ist. Die kapitalistische Entwicklung und der Zusammenbruch des Kapitalismus haben die Gesellschaft in eine Sackgasse geführt, haben den Produk tionsprozeß, die Existenzbasis der Gesellschaft selbst unter bunden. Die Erneuerung des Produktionsprozesses wird erst unter der Herrschaft des Proletariats möglich, und daher ist seine Diktatur eine objektive Notwendigkeit. Eine Stabilität der entstehenden neuen Gesellschaft kann erst erreicht werden bei einer größtmöglichen Verbindung, einem Kon takt und der gemeinsamen Auswirkung aller organisatorischen Kräfte. Und deshalb ist jene allgemeine Form des Arbeitsappa rates, von der wir oben sprachen, so notwendig. Aus dem blutigen Taumel des Krieges, aus dem Chaos und aus Trümmern, aus Elend und Zerstörung wächst der Bau der neuen, harmonischen Gesellschaft empor. *) Die stumpfsinnigen „Kritiker" von rechts verhöhnen gerne unsere Vereine, Zeitungen und Festlichkeiten als „amtliche", aber verschweigen schamhaft, daß bei der Arbeiterdiktatur die Amtlichkeit eine proletarische ist. Damit wird bloß der heiße Wunsch bemäntelt, das „Amt“ möge sich beständig in den Händen der Klassengegner des Proletariats befinden.