54 IX. HAUPTTETL. engeren Heimat, ohne Hab und Gut, zerüttet an Leib und Seele, vom deutschen Volk fordernd, daß es ihnen, die alles um ihres Deutschtums willen verloren haben, helfe., Und dies Letzte, die berechtigte Forderung, die diese Einwanderer gegen das Zuzugsland „Deutschland“ erheben, vervollkommnet den Eindruck, den wir vom rein wirt schaftlichen Standpunkt aus haben müssen, daß diese Ein wanderung für Deutschland auch im Hinblick auf die in nere Einstellung der Einwanderer und ihre äußeren Ver hältnisse keine Stärkung, sondern eine Belastung darstellt. Diese Belastung der deutschen Volkswirtschaft kann nun eine stärkere oder schwächere sein, je nach der Verteilung der einwandernden Elsaß-Lothringer auf die verschiedenen Berufe, die in Deutschland stärker oder schwächer überfüllt sind. Ja, wir konnten bereits fest stellen, daß trotz der zu überwindenden Schwierigkeiten, trotz der heutigen Übervölkerung Deutschlands, eine Ein wanderung, eine Stärkung bedeuten muß, wenn die Ein wanderer den Berufen zugehören, die wir zum Wieder aufbau unserer Wirtschaft brauchen, aus den in der Ur produktion beschäftigten Arbeitskräften. Wie ist unter solchem Gesichtspunkt die Einwanderung der vertriebenen Elsaß-Lothringer zu beurteilen? 4. DIE BERUFLICHE GLIEDERUNG DER VERTRIEBENEN UND IHRE EINFÜGUNG IN DIE NATIONALE WIRT SCHAFT. Die Betrachtung der beruflichen Gliederung der ver triebenen Elsaß-Lothringer wird uns die Antwort auf diese Frage geben. Auch wenn wir über die berufliche Gliederung der Vertriebenen keinerlei Aufzeichnungen hätten, könnten wir doch Anhaltspunkte dafür finden. Wir müssen uns ver gegenwärtigen, daß sich die Vertriebenen in ihrer überwie genden Mehrheit aus Altdeutschen, d. h. aus Deutschen zu sammensetzen, die nach 1871 in das Eeichsland eingewandert sind, sowie deren Abkömmlingen. So groß die Zahl der politischen Fehler ist, die Frankreich seit November 1918'