36 Wesen und Bedeutung der Wirtsohaftsbetriebe. der kapitalistischen Unternehmung muß dazu noch die Kapitalrechnung: Rente auf das Kapital stimmen. Die Wirtschaftlichkeit der Technik bleibt immer im Bereich der Technik: größere technische Ergiebigkeit aus Stoffen und Kräften, Ersetzung des einen Stoffes durch einen anderen, einer Kraft durch die andere, Umlagerung des Stoffes, der Kraft, Veränderung in der Zusammensetzung beider u. a. m. Daran ändert nichts, wenn aus der eigentlichen technischen Rechnung, die mit Mengen, Drucken, Umdrehungen, PS arbeitet, nach dem Vorgang in der Wirtschaft eine Geldrechnung ­ wird, also die verwendeten Stoffe und Kräfte in Geld und ebenso die Leistungsfähigkeit ­ in Geld veranschlagt werden. Beispiel: Die Leistungsfähigkeit einer Förderanlage ist von 10000t auf 12000t im Jahre gesteigert worden. Die Kosten betragen 10 000 RM. Die Rechnung lautet jetzt: Abschreibung 12% 1200 RM Verzinsung 8% 800 ,, Arbeitslohn 240 ,, Wartung und Unterhaltung . . 250 ,, Stromverbrauch 100 ,, insgesamt . 2590 RM Auf 1 t entfallen demnach 0,215 RM (gegenüber früher 0,350 RM). Es unterhegt keinem Zweifel, daß eine solche Rechnung weit in die Überlegungen ­ der Wirtschaft eingreift und hier größte Beachtung finden muß. In manchen Fällen wird sie sogar von ausschlaggebender Bedeutung sein, z.B. dort, wo der Berechnungsgegenstand mehr oder weniger zugleich den Wirtsohaftsbetrieb darstellt (Kraftwerke), insbesondere wenn hinzukommt, daß der Absatz der Erzeugnisse ­ zu bestimmten Preisen als gesichert anzunehmen ist. In den meisten Fällen bleibt jedoch diese technische Geldrechnung immer nur ein Teil der Wirtschaftsrechnung ­ überhaupt, bei der noch andere Umstände zu berücksichtigen sind; sonstige Kosten des betreffenden Wirtschaftsbetriebes, vor allem aber der Wettbewerb am Markt, also die Preisgestaltung sowohl nach der Beschaffungs- als auch nach der Absatzseite hin. So kann z.B. eine günstige technische Rechnung durch Frachtkosten, teueres Kapital, Minderbeschäftigung des Wirtschaftsbetriebes beeinträchtigt werden (was z.B. bei der Entwicklung der Kohlenstaubfeuerung, als durch die stark erhöhte Nachfrage die Preise für Kohlenstaub stiegen, eine große Rolle gespielt hat). Aber auch das Gegenstück ist möglich, daß eine veraltete, ­ nicht sehr leistungsfähige, an sich übermäßige Kosten verursachende Maschine ­ in der Wirtschaftsrechnung noch günstig dasteht, weil die Kosten der Abnutzung schon verrechnet sind, ihre zeitweise Außerdienststellung nicht so fühlbar wird. Die engen Beziehungen zwischen der Wirtschaft und der Technik in der Wirtschaft lassen es notwendig erscheinen, daß der Techniker, der seine Erzeugnisse ­ durch den Wirtschaftsbetrieb der Bedürfnisbefriedigung zuführen will, das Wesen der Wirtschaft und ihre Eigentümlichkeiten kennt. Er muß vor allem der Gefahr aus dem Wege gehen, die ihm aus der Technik geläufigen Voraussetzungen und Gesetzmäßigkeiten einfach auf die Wirtschaft und das Wirtschaftsgeschehen übertragen zu wollen. Der Wirtschafter unterliegt dieser Gefahr weniger, weil er sehr bald einsieht, daß die Verfahren in der Gestaltung der Technik andere sind, als die, die er in der Wirtschaft zu handhaben hat. 4. Der technische Fortschritt. Jede Steigerung der technischen Wirtschaftlichkeit ­ oder der Wirtschaftlichkeit in der Technik wird als technischer Fortschritt bezeichnet. Er kommt sowohl in der Verbesserung der Verfahrensweisen bei der Herstellung von Gütern als auch in der Änderung, Verbesserung und Vervollkommnung ­ dieser Güter selbst oder in der Hervorbringung neuer Güter zum Ausdruck. ­ Der technische Fortschritt bleibt zudem nicht auf die eigentliche tech ­