ffli .. . Wie man aus den Tätigkeiten entnehmen kann, trägt der Volkswirt eigentlich zu Unrecht diesen Namen; er ist in den meisten Fällen Angestellter von Verbänden, Einrichtungen und Stellen, denen es in erster Linie auf die Wahrnehmung bestimmter ­ Interessen (gegenüber anderen Interessen und dem Staat) ankommt. Mit der politischen Umgestaltung und der andersartigen Zielsetzung und Eingliederung ­ der Wirtschaft in die Volksgemeinschaft ändert sich dies von Grund auf; jetzt entstehen zahlreiche öffentliche und halböffentliche Stellen, die wirklich „volkswirtschaftlich“ d. h. gesamtwirtschaftlich mit Rücksicht auf die Volksgemeinschaft ­ denken müssen. Der neue Volkswirt wird Treuhänder der Gesamtwirtschaft ­ sein, womit das Studium erst seinen richtigen Sinn erhält. Während der Drucklegung wird die Reform des -wirtschaftswissenschaftlichen Studiums vorbereitet. Insbesondere soll das Volkswirte-Studium eine durchgreifende Änderung erfahren. Dem eigentlichen Fachstudium soll eine allgemeine staatspolitische Ausbildung vorangehen; die volkswirtschaftlichen Vorlesungen sollen mehr auf die spätere Tätigkeit abgestellt werden. Dieses letztere Ziel erfordert eine stärkere Berücksichtigung der Wirtschaftsbetriebs- und -verkehrslehre. Außerdem soll die Ausbildung der Volkswirte zusammen mit der der Diplom-Kaufleute an besonderen Wirtschaftshochschulen erfolgen, womit erreicht wird, daß ein Teil der beiden Studiengänge von den gleichen Grundlagen ausgehen kann (wie dies beim Wirtschaftsingenieur ­ bereits der Fall ist). Endlich ist für die Volkswirte eine längere praktische Tätigkeit vorgesehen, ehe sie zur Ausübung ihres eigenen Berufs zugelassen werden. In dem Studiengang der Diplom-Kaufleute soll dieWirtschaftsbetriebs- und -verkehrslehre noch stärker als bisher berücksichtigt werden. Mit Recht legt die Reform Wert darauf, daß trotz der gemeinsamen Grundlagen die unterschiedliche Zielsetzung der beiden Studiengänge gewahrt bleiben soll. 3. Der Wirtschaftsingenieur Die Entwicklung der Technik und der damit verbundenen Schaffung neuer Lebensbedingungen und Voraussetzungen für den Wirtschaftsbetrieb stellten an den Kaufmann und Volkswirt, die in der Industrie tätig waren, immer neue Anforderungen. Besonders zwangen sie ihn, sich mit der produktionsbetrieblichen Seite der Unternehmung, mit den Fragen neuzeitlicher Betriebsorganisationen vertraut zu machen. Es wurde immer schwieriger, ohne erhebliche Einarbeitung in die produktionstechnischen Zusammenhänge industrielle ­ Aufgaben zu lösen. Die anfänglichen Versuche der Handelshochschulen, die Ausbildung der Kaufleute auch nach der technischen Seite hin vorzunehmen, den Studierenden den Ablauf der Technik im Betriebe und die erforderlichen