Vorwort.
In  dem  vorliegenden  Werk  wird  der  Wirtschaftsbetrieb  dargestellt:  sein
Wesen  und  sein  Aufbau,  seine  Ziele  und  Verfahrensweisen  wie  seine  Verbundenheit ­
  mit  Mensch  und  Volk.  Die  Verteilung  der  Darstellung  auf  drei  Bücher:
1.  Buch:  Der  Wirtschaftsbetrieh  im  Rahmen  der  Gesamtwirtschaft,  2.  Buch:
Der  Wirtschaftsbetrieb  als  Wirtschaft  (Unternehmung)  und  3.  Buch:  Der  Wirtschaftsbetrieb ­
  als  Betrieb  (Arbeit)  ist  nicht  allein  eine  Angelegenheit  des  Inhalts, ­
  sondern  entspringt  zugleich  der  wohldurchdachten  Erwägung,  dadurch  eine
größere  Klarheit  und  Übersichtlichkeit  in  die  Lehre  von  der  Wirtschaft  zu  bringen.
Der  Leser  wolle  hierbei  einige  Hinweise  beachten.  Erstens,  daß  diese  Aufgliederung ­
  des  Stoffes  nur  eine  wissenschaftliche  Methode  sein  soll,  durch  die  viele
Zusammenhänge  leichter  begriffen  (und  umstrittene  Fragen  ihrer  Lösung  näher
gebracht)  werden.  Zweitens,  daß  die  Reihenfolge  der  Bücher  keine  Rangordnung
ihres  Inhaltes  bedeutet.  So  sicher  (und  selbstverständlich)  es  ist,  daß  am  Anfang
(und  im  Mittelpunkt)  der  Wirtschaft  der  Mensch  und  seine  Arbeit  steht,  ebenso
sicher  ist,  daß  diese  Arbeit  (3.  Buch)  von  der  Stellung  des  Wirtschaftsbetriebes
in  der  Gesamtwirtschaft  (1.  Buch)  abhängig  ist  und  von  der  Art  und  Weise  der
Wirtschaft  (2.  Buch)  beeinflußt  wird.  Wenn  diese  Voraussetzungen  und  Bedingungen ­
  in  den  ersten  beiden  Büchern  behandelt  werden,  dann  ist  es  möglich,
im  3.  Buch  eher  die  Gestaltungsmöglichkeiten  der  Arbeit  zu  erkennen  und  die
beste  Regelung  herbeizuführen.  Endlich  drittens:  daß  der  Leser  nicht  vor  dem
Umfang  von  drei  Büchern  zurückschrecken  möge.  Ja,  ich  möchte  noch  eine
weitere  Zumutung  an  ihn  stellen:  da  die  Erscheinungen  der  Wirtschaft  in  einer
Lehre  nur  nacheinander  behandelt  werden  können,  in  der  Wirklichkeit  aber  vielfach ­
  neben-  und  ineinander  verlaufen,  so  empfiehlt  es  sich  für  den  Leser,  die
Bücher  noch  ein  zweites  Mal  zu  lesen,  wenn  er  das  Bild  in  sich  aufnehmen  will,
das  dem  Verfasser  bei  der  Niederschrift  vorgeschwebt  hat.  .  .  .
Die  Wirtschaft  hat  ihre  (selbstverständliche)  Notwendigkeit  im  Verlauf  des
Krieges,  in  der  Inflation  und  insbesondere  durch  die  gewaltige  Wirtschaftskrise,
deren  Wirkungen  in  allen  Lebensbereichen  des  Volkes  spürbar  sind,  jedem  einzelnen ­
  von  uns  handgreiflich  vor  Augen  geführt.  An  ihrer  Um-  und  Bessergestaltung ­
  wird  in  allen  Ländern  mit  Nachdruck  gearbeitet,  nicht  zuletzt  in  Deutschland, ­
  wo  eine  neue  Weltanschauung  im  Begriffe  ist,  Politik  und  Wirtschaft  neu
zu  formen  und  mit  entsprechendem  Inhalt  zu  versehen.  Die  Wirtschaft  ergreift
jeden  von  uns,  wenn  er  daran  geht,  sich  die  Mittel  und  Möglichkeiten  zu  verschaffen, ­
  die  das  Gemeinschaftsleben  erfordert.  Die  Einordnung  der  Wirtschaft  unter
die  Ziele  der  Volksgemeinschaft  ist  in  erster  Linie  (und  in  weitem  Umfange)  Aufgabe ­
  der  einzelnen  Wirtschaftsbetriebe.  Doch  auch  der  Staat,  der  die  Wirtschaft
leiten  und  führen  will,  ist  auf  die  Kenntnis  von  den  Lebensgrundlagen  der  Wirtschaftsbetriebe ­
  und  ihren  Zusammenhängen  mit  den  sonstigen  Lebenskreisen  des
Volkes  angewiesen,  wenn  er  die  Wirtschaft  seinen  politischen  Zielen  dienstbar
machen  will.  Nicht  umsonst  sieht  daher  die  soeben  durchgeführte  Reform  des