Nach  der  Wirtschaftsperson.

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tionseinheit  sowie  über  ihr  Verhältnis  zueinander.  Die  praktische  Durchführung  der  Teohnokratie
  soll  zunächst  durch  Festlegung  der  Herstellung,  Verteilung  und  Verbrauch  auf  der
Grundlage  der  Werteinheit,  des  Ergo,  geschehen;  als  Herstellungskosten  gelten  dabei  die  für
Herstellung  und  Verteilung  aufgewendeten  Energiemengen,  die  Arbeiter  werden  ebenfalls  in
Energie-Einheiten  in  Höhe  ihrer  Produkt-Leistung  entlohnt.
Das  würde  bedeuten,  daß  nur  handliche  Arbeit,  da  nur  diese  sich  als  Produkt  niederschlägt, ­
  bezahlt  wird.  Die  geistige  Arbeit  wird  nicht  gewertet,  ebensowenig  wie  künstlerisches ­
  Gestaltungsvermögen.  Auch  der  Begriff  der  Leistung  als  Teil  der  menschlichen  Tätigkeit ­
  wird  außer  acht  gelassen  •—  z.  T.  bewußt,  da  die  Maschinenarbeit  die  Individualität  der
menschlichen  Leistungsfähigkeit  nicht  kennt.  Dies  gilt  jedoch  nur  für  die  rein  psychischen
Leistungsunterschiede,  wie  jeder  praktische  Ingenieur  oder  Autofahrer,  der  die  unterschiedlichen ­
  Leistungen  völlig  gleich  gebauter  Maschinen  zu  spüren  bekommt,  bestätigen  könnte.
Abgesehen  davon  wird  eine  Ware  nicht  nur  nach  der  darin  steckenden  Energiemenge  gewertet, ­
  sondern  in  starkem  Maße  vom  persönlichen  Geschmack  beeinflußt,  was  z.B.  deutlich
der  Mißerfolg  des  Werbefeldzuges  „Esse  nach  Kalorien“  beleuchtet.  Es  wird  übersehen,  daß
das  Gold  nicht  nur  Wertmaßstab,  sondern  auch  Wertgegenstand  selbst  ist,  und  zwar  ein  in  der
zivilisierten  Welt  vorläufig  noch  überall  begehrter  Wertgegenstand,  im  Gegensatz  zum  Erz,
das  nur  den  Ingenieur  als  Leistungseinheit  interessiert,  wie  die  Tonne  oder  das  Meter  als
Gewichts-  oder  Längeneinheit.  Eine  Tonne  Anthrazit,  aus  300  m  Tiefe  gefördert,  mag  den
gleichen  Ergoinhalt  haben  wie  eine  Tonne  Sand  aus  der  gleichen  Teufe,  niemand  wird  auf  den
Gedanken  kommen,  sie  deshalb  gleich  zu  bewerten.  Es  ist  wiederum  die  grundsätzliche  und
völlige  Verkennung  des  Preissystems,  die  schon  charakteristisch  für  Marx  war,  die  hier  auftaucht, ­
  verbrämt  durch  dem  technischen  Laien  unverständliche  Formeln  und  Kurven.
Daß  diese  Bewegung  gerade  in  Nordamerika  mit  seiner  Überschätzung  technischer  Werte
und  seinem  starken  Mangel  an  Kulturwerten  auftaucht,  ist  verständlich.  Daß  sie  von  den
Ingenieuren  der  Welt  so  ernsthaft  erörtert  wird,  zeigt  deren  Mangel  an  Einsicht  in  wirtschaftliche ­
  Vorgänge.
Es  ist  bezeichnend  genug  für  die  Schwierigkeiten  des  Problems  vom  technischen ­
  Fortschritt,  daß  einmal  die  Forderung  nach  Bremsung  und  das  andere  Mal
nach  Herrschaft  daraus  abgeleitet  wird.  Beide  Male  aber  soll  der  technische  Fortschritt ­
  unter  obrigkeitliche  Kontrolle  genommen  werden;  beides  würde  bedeuten,
daß  die  Zeit  des  freizügigen  Wachstums  beendet  sein  würde.  Das  sind  Forderungen, ­
  die  gewöhnlich  nicht  für  sich  allein  erhoben  werden,  sondern  im  Zusammenhang ­
  mit  anderen  Überlegungen  stehen,  die  unter  C.  Gesamtwirtschaft
noch  näher  darzustellen  sind.

B.  Die  Arten  und  Formen  der  Wirtschaftsbetriebe.
I.  Nach  der  Wirtschaftsperson.
1.  Die  Wirtschaftstypen.  Wir  haben  in  dem  vorauf  gegangenen  Hauptteil  festgestellt, ­
  was  Wirtschaft  ist  und  was  sie  bedeuten  soll.  Die  Bereitstellung  von
Gütern  und  die  Bedürfnisbefriedigung  können  —  wie  in  der  geschlossenen  Hauswirtschaft ­
  —  unmittelbar  miteinander  verbunden  sein,  oder  •—  wie  in  der  Erwerbswirtschaft ­
  —  über  den  Umweg  der  Geldeinkommen  und  des  Marktes  vor
sich  gehen.  Wir  haben  ferner  die  Unterscheidung  zwischen  Natural-  (Tausch-)
Wirtschaft  und  Geld-  (Tausch-)  Wirtschaft  kennengelernt.  Bei  all  diesen  Unterscheidungen ­
  handelt  es  sich  um  die  Art  und  Weise,  wie  sich  die  Bereitstellung  der
Güter  zur  Bedürfnisbefriedigung  stellt  (Wirtschaftsweise).  Eine  andere  Frage  ist
nun,  welche  Stellung  die  Wirtschaftspersonen,  also  diejenigen,  die  die  Wirtschaft
betreiben,  zu  ihrer  Wirtschaft  einnehmen.  Die  Wirtschaftspersonen  haben  sich
Gedanken  darüber  zu  machen,  ob  etwa  ihr  ganzes  Leben  in  der  Wirtschaft  aufgehen ­
  soll,  oder  inwieweit  der  Wirtschaftsbetrieb  ihrem  Leben  dienstbar  gemacht
wird.  Man  kann  dies  auch  so  ausdrücken,  daß  man  nach  dem  Zweck  fragt,  den
sie  im  Rahmen  der  Bedürfnisbefriedigung  oder  des  Erwerbes  mit  der  Wirtschaft
verfolgen.  Die  Ausrichtung  der  Wirtschaft  nach  den  besonderen  Zwecken  wollen
wir  Wirtschaftstypen  nennen.  Es  fällt  nicht  schwer  zu  erkennen,  daß  es,  geschichtlich ­
  gesehen,  eine  große  Zahl  verschiedener  Typen  gegeben  hat,  und  daß  es  auch