Nach  dem  Gegenstand.

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mit  dem  Export-  und  Importgeschäft  möglich.  Ein  solches  Großhandelsgeschäft
führt  dann  die  Firma:  en  gros  und  Export,  oder  en  gros  und  Import.
Was  zunächst  den  binnenländischen  Großhandel  anlangt,  so  ist  hier  die  weitgehende ­
  Arbeitsteilung  bemerkenswert.  Die  nachfolgende  Aufzählung  läßt  nicht
nur  die  verschiedenen  Aufgaben  erkennen,  sondern  auch  ohne  große  Mühe  Rückschlüsse ­
  auf  die  besondere  Art  der  Tätigkeit  zu,  die  von  den  einzelnen  Typen
geleistet  wird:
Arten  von  Großhandelsbetrieben  (nach  Hirsch):
A.  In  der  Aufkauforganisation:  1.  Der  Aufkäufer.  —  2.  Der  Sortierer.  —  3.  Der  Großhändler ­
  am  zentralen  Markt.
B.  Der  Handel  zwischen  den  Produktionsstufen:  1.  Der  hausindustrielle  Verleger.  —  2.  Der
Fabrikverleger.
0.  In  der  Absatzorganisation:  1.  Der  Verteilungsgrossist.  —  2.  Der  Empfangssortimenter.
—  3.  Der  Kreditgrossist.  —  4.  Der  Einriohtungsgrossist.
Man  lese  bei  Hirsch  die  Einzelheiten  über  die  besonderen  Tätigkeiten  dieser
verschiedenen  Typen  von  Großhandelsbetrieben  nach,  beachte  die  Voraussetzungen ­
  und  Mittel,  die  in  Betracht  kommen,  und  man  wird  finden,  daß  es  jeweils
besondere  Leistungen  sind,  die  der  Großhandel  für  den  Hersteller  oder  Verbraucher
aufbringt  und  die  ihm  allein  die  Möglichkeit  einer  gewinnbringenden  Wirtschaft
geben.  Es  wird  weiter  ersichtlich,  daß  diese  Voraussetzungen  einer  ständigen
Veränderung  unterworfen  sind,  die  den  Großhandel  zwingen,  sich  in  seinen
Leistungen  den  jeweiligen  Bedürfnissen  seiner  Lieferanten  und  Kunden  anzupassen. ­

Unter  Exporteur  ist  derjenige  zu  verstehen,  der  Waren  nach  dem  Ausland
absetzt.  Dies  kann  sowohl  der  Hersteller  als  auch  jeder  andere  Händler  sein.  Als
Exporteur  im  engeren  (eigentlichen)  Sinne  gilt  jedoch  nur  der  selbständige  Kaufmann, ­
  der  den  Export  zum  Gegenstand  seines  Handelsbetriebes  macht.  Bei  diesem ­
  lassen  sich  zwei  Grundformen  unterscheiden:  der  Spezial-Exporteur,  der  sich
auf  eine  bestimmte  Warengattung  (Kleineisen,  Konfektion,  Spielwaren)  verlegt
und  dementsprechend  seinen  Sitz  in  den  betreffenden  Erzeugungsgebieten  hat,
und  der  Allgemein-Exporteur,  der  grundsätzlich  mit  allen  Waren  des  Heimatlandes
Handel  treibt,  und  sich  hierbei  nach  Ausfuhrländern  spezialisiert:  z.  B.  China-Südamerika-Afrika-Export.
  Während  der  letztere  den  Bedarf  eines  bestimmten
(Übersee-)  Landes  etwa  an  deutschen  Waren  zu  ermitteln  versucht,  besorgt  der
erstere  den  Absatz  für  bestimmte  Waren  nach  überseeischen  Ländern.  Standort ­
  des  Allgemein-Exporteurs  sind  die  Hafenstädte,  von  wo  aus  er  den  besten
Überblick  über  die  in  Betracht  kommenden  Waren  hat  oder  eine  Besichtigung
der  Waren  durch  die  Käufer  am  leichtesten  möglich  ist  (Exportmusterlager).  Bei
diesem  Exporteur  besteht  vielfach  noch  die  (ursprüngliche)  Verbindung  mit  dem
Importgeschäft,  indem  der  Exporteur  die  Bezahlung  in  Waren  des  kaufenden
Landes  erhält.  Andererseits  wird  der  Exporteur  auch  als  Einkaufskommissionär
seines  überseeischen  Geschäftsfreundes  tätig.  Als  solcher  genießt  er  nicht  nur  das
Vertrauen  seines  Auftraggebers  zur  bestmöglichen  Ausführung  des  erhaltenen  Auftrages, ­
  sondern  er  tritt  auch  häufig  für  letzteren  in  Vorschuß,  indem  er  den  Kaufpreis ­
  vorstreckt  (Finanzierung  des  Exports).
Entsprechend  der  Importeur:  im  weiteren  Sinne,  wenn  der  Hersteller  oder  der
Verbraucher  oder  jeder  andere  Händler  Waren  einführt,  im  engeren  (eigentlichen)
Sinne,  wenn  die  Importdurchführung  einen  selbständigen  Handelsbetrieb  darstellt. ­
  Der  Importeur  kann  den  Aufkauf  und  die  Einfuhr  ausländischer  Waren
auf  eigene  Rechnung  vornehmen,  oder  aber  —  was  häufiger  der  Fall  ist  —  als
Verkaufskommissionär  seines  ausländischen  Geschäftsfreundes  tätig  sein  (Konsignationsgeschäft). ­
  Er  sucht  dann  den  bestmöglichen  Absatz  für  die  Ware:  an
den  Großhändler  oder  Verbraucher  des  In-  oder  Auslandes  oder  auf  dem  Wege  der

Prion,  Die  Lehre  vom  Wirtschaftsbetrieb.  I.

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