Nach  der  Betriebsgestaltung.

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den  eine  Mehrheit  von  Erzeugnissen  bietet,  in  denen  die  Nachfrageschwankungen
in  verschiedener  Stärke  oder  zu  verschiedenen  Zeiten  auftreten.  So  kann  es  im
Endergebnis  vorteilhafter  sein,  wenn  der  kombinierte  Betrieb  mit  etwas  höheren
Kosten  produziert,  als  wenn  der  spezialisierte  Betrieb  in  seinen  Massenerzeugnissen ­
  zeitweilig  keinen  Absatz  findet  und  die  Anlagen  nicht  ausgenutzt  werden
können.  In  jedem  Betrieb  entsteht  somit  ein  Kampf  zwischen  den  Aussichten  auf
Produktionssteigerung  durch  Vereinzelung  (Spezialisierung)  und  auf  steten  Absatz
bei  Zusammengesetztheit  (Kombination).
Eür  den  Übergang  zur  Vor-  und  Nach-Zusammengesetztheit  (Integration)  werden ­
  folgende  Gesichtspunkte  angeführt:  1.  Die  Sicherung  des  Rohstoffbezuges,  um
in  der  Menge  und  Güte,  häufig  auch  im  Preise  von  fremden  Unternehmungen  unabhängig ­
  zu  sein.  2.  Die  eigene  Herstellung  des  zu  verarbeitenden  Halbfabrikats
ist  wünschenswert,  um  die  erforderliche  Güte  sicherzustellen.  3.  Die  Teilarbeiten
gehören  zeitlich  zusammen,  wobei  es  auf  den  physikalischen  oder  chemischen  Zustand ­
  des  Materials  ankommt.  Beispiel:  Ausnutzung  der  Hitze  des  Roheisens  bei
der  Herstellung  von  Stahl.  4.  Für  die  Zusammenfassung  mehrerer  Stufen  in
einem  Betrieb  spricht  die  Ausnutzung  von  Kräften,  die  auf  einer  Produktionsstufe ­
  frei  werden,  indem  sie  in  der  nächsten  Stufe  verwendet  werden.  Dies
ist  vor  allem  bei  chemischen  Prozessen  der  Fall.  5.  Ebenso,  wenn  das  Zwischenprodukt ­
  aus  technischen  oder  wirtschaftlichen  Gründen  (hohe  Kosten)  unverwendbar ­
  ist.  6.  Endlich  —  nicht  zuletzt  —  bietet  die  Vor-Nach-Zusammengesetztheit
  die  Möglichkeit  der  Ersparung  von  Fracht,  Kosten,  Sicherung  des  Absatzes ­
  der  Zwischenprodukte  und  vor  allem  der  Einsparung  der  Zwischengewinne,
die  sonst  an  die  selbständig  verbliebenen  Lieferanten  zu  zahlen  sind.
Diesen  für  eine  Integration  sprechenden  Gründen  stehen  andere  gegenüber,
die  hemmend  wirken:  1.  der  Hauptgrund  ist,  daß  in  einem  Betriebe  nicht  jedes
Teilerzeugnis  in  einer  solchen  Menge  gebraucht  wird,  daß  sich  die  eigene  Herstellung ­
  lohnt  (oder  die  Mehrproduktion  abgesetzt  werden  kann).  2.  Ein
besonderer  Nachteil  liegt  in  der  Starrheit  der  Organisation:  Zusammengesetztheit ­
  der  Betriebe  (Integration)  bedeutet  enge  Verbindung  der  einzelnen
Produktionsstufen  miteinander.  Sie  ist  der  Einführung  neuer  Verfahren  oder
Stoffe  hinderlich;  Neuerungen,  Umstellungen  sind  nur  schwer  möglich;  Konjunkturschwankungen ­
  können  nicht  ausgenutzt  werden.  3.  Es  ist  nicht  leicht,
die  einzelnen  Produktionsstufen  (Betriebe)  der  Menge,  Erzeugungsgüte  und
Kosten  nach  so  aufeinander  abzustimmen,  daß  die  Verhältnismäßigkeit  immer
streng  gewahrt  bleibt.  Jede  Stufe  der  Herstellung  erfordert  ihre  eigene,  oft
bis  in  viele  Vorstufen  hineinragende  Kenntnis  der  besonderen  Stoffe  und  ihrer
Behandlung.  Die  verschiedenartigen  Herstellungszweige  setzen  eine  verschiedene ­
  Leitung  und  Behandlung  hinsichtlich  Einkauf,  Absatz,  Verrechnung,  Organisation ­
  voraus;  zwischen  die  einzelnen  Stufen  schieben  sich  Ausgleichsläger,
da  fast  nie  der  Mengenfluß  gleichbleibend  zu  halten  ist.  Kurz:  die  Vielgliedrigkeit, ­
  die  auf  der  einen  Seite  als  Ausgleich  der  Gegensätze  und  Gefahren  gepriesen ­
  wird,  ist  auf  der  anderen  Seite  gleichzeitig  eine  Quelle  vieler  Reibungen
in  technischer  und  organisatorischer  Hinsicht.
Zu  den  Schwierigkeiten  des  Innenbetriebes  treten  4.  solche  des  Marktes;
je  vielseitiger  der  Aufbau,  desto  schwieriger  ist  die  Innehaltung  des  Erzeugungsprogramms ­
  aller  Stufen,  da  sie  ja  vorwiegend  vom  Absatz  des  letzten  Erzeugnisses ­
  abhängt  und  so  schon  aus  zeitlichen  Gründen  sehr  genaue  Arbeitspläne
erforderlich  sind,  die  wiederum  aber  eine  gewisse  Stetigkeit  der  Verhältnisse
erfordern.  Stockt  der  Absatz  des  letzten  Produkts  oder  unterliegt  er  großen
Schwankungen  nach  Menge  und  Art,  so  durchläuft  eine  fortdauernde  Unruhe
die  gesamte  Erzeugung,  die  einzelnen  Stufen  stoppen  nicht  rasch  genug  ab,  teils,
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