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Die  Gesamtwirtschaft.

ihrer  Verhältnisse  zu  veranlassen  (Bilanz  Vorschriften  und  Bilanzprüfung).  In  -wirtschaftlicher
Hinsicht  bleibt  die  Frage  zu  lösen;  ob  und  wie  die  Wirtsohaftsbetriebe  im  einzelnen  (und
insgesamt)  so  um-  oder  neuzugestalten  sind,  daß  ihre  Leistungsfähigkeit  (Größe)  der  im
ganzen  gesunkenen  Nachfrage  von  Gütern  angepaßt  wird.

C.  Die  Gesamtwirtschaft.
I.  Das  Gebilde  der  Marktwirtschaft.
1.  Wesen  und  Bedeutung.  Wir  sind  davon  ausgegangen,  daß  es  allein  wirtschaftende ­
  Menschen  wohl  nicht  gegeben  hat,  vielmehr  von  jeher  die  Menschen
in  Gemeinschaften  (Familien,  Gruppen,  Stämmen,  Völkern)  gelebt  und  gewirtschaftet
  haben.  Aus  dieser  Gemeinschaft  ergeben  sich  notwendigerweise  Beziehungen ­
  zwischen  den  einzelnen  Wirtschaften  und  den  zu  ihnen  gehörenden
Menschen.  So  auch  heute  noch:  in  der  arbeitsteiligen  Erwerbswirtschaft  werden
Güter  für  andere  Menschen  und  Wirtschaften  hergestellt,  beziehen  die  Menschen
aus  der  Zugehörigkeit  zu  Wirtschaften  (oder  anderen  Berufen)  ein  Geldeinkommen,
mit  dem  sie  die  in  den  Wirtschaftsbetrieben  hergestellten  Güter  zu  kaufen  vermögen. ­
  Auf  diese  Weise  entsteht  ein  ganzes  Netz  von  Beziehungen  zwischen  den
Wirtschaftsbetrieben  und  den  einzelnen  Menschen,  das  wieder  untrennbar  mit
dem  gesamten  Leben  der  Bevölkerung  verknüpft  ist.
Dieses  Netz  von  Beziehungen,  das  sich  aus  den  Wirtschaften  einer  Gemeinschaft ­
  ergibt,  wird  gewöhnlich  als  Volkswirtschaft  bezeichnet.  So  erklärt  z.  B.
Bücher  die  Volkswirtschaft  als  die  Gesamtheit  der  Einrichtungen  und  Veranstaltungen, ­
  die  der  Bedürfnisbefriedigung  eines  ganzen  Volks  dienen.  Doch  ist
die  Bezeichnung  Volkswirtschaft  nicht  ganz  eindeutig  und  daher  nicht  glücklich
gewählt.  In  mehrfacher  Hinsicht:  sie  kann  zunächst  zu  der  Auffassung  führen,
als  ob  es  sich  um  eine  durch  nationale  Grenzen  abgeschlossene  Wirtschaft  handele.
Dies  soll  jedoch  nicht  (wenigstens  nicht  ohne  weiteres)  in  dem  Begriff  der  Volkswirtschaft ­
  zum  Ausdruck  kommen;  die  einzelnen  Wirtschaftsbetriebe  greifen  vielmehr ­
  mit  ihren  Beziehungen  über  die  Landesgrenzen  hinaus,  ebenso  werden  die
Bedürfnisse  der  zu  einem  Volk  zusammengeschlossenen  Personen  auch  durch
Mittel  befriedigt,  die  von  außen  her  über  die  Grenzen  in  das  eigene  Land  kommen.
Ferner  kann  mit  dem  Begriff  der  Volkswirtschaft  die  Vorstellung  verbunden  sein,
daß  eine  bestimmte  (völkische)  Volksgemeinschaft,  also  die  eines  bestimmten
Volkes  gemeint  sei,  wie  z.  B.  die  deutsche,  italienische  oder  englische  Volkswirtschaft. ­
  Dann  denkt  man  daran,  daß  eine  solche  Wirtschaft  von  dem  Charakter
des  betreffenden  Volkes,  von  den  Besonderheiten  des  Landes  sowie  von  dem  besonderen ­
  Recht  gebildet  wird.
Es  ist  nun  wichtig,  daß  die  Wissenschaft  von  der  Volkswirtschaft,  die  Volkswirtschaftslehre, ­
  bezeichnenderweise  nicht  von  der  letzteren  Auffassung,  sondern
von  einer  dritten  ausgeht:  von  der  Art  und  Weise,  wie  sich  die  Wirtschaft  vollzieht, ­
  ob  vorzugsweise  in  Familien,  im  Dorfe,  in  der  Stadt  oder  in  einem  Volke;
sie  stellt  also  die  Volkswirtschaft  einer  Stadt-  oder  Dorfwirtschaft  gegenüber.  Es
ist  klar,  daß  hierdurch  leicht  Mißverständnisse  auf  kommen  können:  jemand  vermutet ­
  in  dem  Begriff  Volkswirtschaft  die  seines  eigenen  Landes  und  findet  in  der
Wissenschaft  eine  Volkswirtschaft,  die  auf  die  seines  Landes  nicht  paßt,  sondern
eben  nur  die  Wirtschaftsweise  darstellt,  die  sich  als  die  eines  Volkes  schlechthin
kennzeichnet  (vgl.  A  I).
Man  kommt  aus  diesen  Ungenauigkeiten  und  Mißverständnissen  heraus,  wenn
man  die  Wirtschaften,  die  in  einer  Gemeinschaft,  gleich  welcher  Art,  vereinigt
sind,  als  Gesamtwirtschaft  bezeichnet.  Dann  bilden  die  einzelnen  Wirtschaften ­
  die  Gesamtwirtschaft.  Auf  die  Gewohnheit,  für  die  Gesamtwirtschaft  ein ­