Die Aufgabe. 3 jeder Beziehung) auf ihre Kosten kommen. Die Wirtschaftlichkeit des Betriebes ist also nicht ohne weiteres der Wirtschaftlichkeit der Unternehmung gleichzusetzen. 3. Wie die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung (Rentabilität) von der Gestaltung des Betriebes (Kosten, Beschäftigung) beeinflußt wird, so hat umgekehrt der Betrieb auch auf die Gestaltung der Unternehmungs-Wirtschaftlichkeit Rücksicht zu nehmen. Die Kunst des Wirtschaftsbetriebes besteht darin, die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung (Rentabilität) mit der Wirtschaftlichkeit des Betriebes in Einklang zu bringen und zu halten. 2. Die Leistung. Im Betriebe gilt es, eine Leistung zu erstellen. Wenn auch die letzte Zielsetzung: als Gut für die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse zu dienen, als ein eindeutiger und einheitlicher Tatbestand anzusehen ist, so läßt doch die Verwirklichung dieser Aufgabe eine verwirrende Fülle von Möglichkeiten zu. Wir haben bereits einen ersten Eindruck von der Mannigfaltigkeit und Viel gestaltigkeit der Betriebsleistungen erhalten, als wir — im 1. Buch — die Betriebe nach dem Gegenstand (eben nach ihren Leistungen) eingeteilt haben: angefangen von den Handelsbetrieben und den Industriebetrieben über die Verkehrsbetriebe zu den Bankbetrieben. Wenn die Gemeinsamkeit der Leistungen der Handelsbetriebe in der Zufüh rung der Güter vom Hersteller zum Verbraucher (in der Überwindung der per sönlichen, räumlichen und zeitlichen Trennung zwischen Hersteller und Ver braucher) besteht, so weist die Wirklichkeit wieder eine große Zahl verschiedener Arten von Handelsbetrieben auf, die sich wesentlich durch die Art ihrer Tätigkeit, also ihrer Leistungen, unterscheiden: der Großhandel, der sich insbesondere auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen und industriellen Rohstoffe weitgehend ge gliedert hat und seine Aufgabe durch geschickte Ausnutzung der Marktlage, Vor ratshaltung und Finanzierung seiner Lieferanten oder Abnehmer zu erfüllen sucht, aber auch bei den Fertiggütern diese Aufgaben übernimmt; der Kleinhandel, der sich auf einige wenige Waren beschränkt oder viele Warenarten zusammenfaßt, versucht, den Verbraucher zum Kaufe anzuregen, wobei er in mehr oder weniger großen Räumen seine Waren zur Schau stellt, sich der Werbung und der Hilfe zahlreicher Angestellten bedient; der Export- und Importhandel, der über die Landesgrenzen hinweggehend in dem ganzen Bereich des Weltverkehrs nach den besten Absatz- und Bezugsgelegenheiten sucht und dabei die Technik des zwischen staatlichen Nachrichten-, Waren-, Zahlungs- und Kreditverkehrs in seine Über legungen einbeziehen muß. (Was das bedeutet, wird heute an der außergewöhn lichen Gestaltung des zwischenstaatlichen Waren- und Zahlungsverkehrs deutlich, wenn an Stelle der früheren Ausgeglichenheit hemmende Einfuhrbeschränkungen und gesetzliche Regelungen des Zahlungsverkehrs getreten sind.) Ähnlich beim Industriebetrieb. Beim Abbaubetrieb, der Rohstoffgewinnung, kommt es auf das Abbauprodukt sowie auf Art, Tiefe und Ausdehnung der Lager stätten (Kohle oder Erze) an. Hiervon ist die Größe und Einheitlichkeit der An lagen abhängig. Immer spielt die technische Seite und die Verwendung mensch licher Arbeitskräfte eine große Rolle. Der Industriebetrieb (im eigentlichen Sinne) ändert, zerlegt, formt, baut die Rohstoffe mit Menschen und Maschinen zu Gütern für die Weiterverarbeitung oder den Verbrauch in vielen Arten von Betrieben um. Im Handwerksbetrieb ist alles auf die Person des Handwerkers abgestellt: die Größe, die Leistung, das Verhältnis zu den Mitarbeitern. In der Fabrik herrscht die Maschine, der Automat, die Apparatur vor, verschieden wieder, ob es sich um den Zusammenbau, um die Stoffveränderung oder die Stoffzerlegung handelt. Die in dem Gesetz zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirt schaft (vom 27. Februar 1934) vorgesehenen sieben großen Gruppen; Bergbau, Metallwaren, Maschinen, Steine und Erden, Chemie, Nahrungs- und Genußmittel, Textil legen Zeugnis von der Mannigfaltigkeit der von den Industriebetrieben dargebotenen Leistungen ab. 1*