Die Aufgabe. 5 weg zu sein braucht, sondern in sorgfältiger Überlegung jedesmal gefunden werden ­ muß. 3. Die Markteinflüsse. Weitgehende Beeinflussung erfährt die Erstellung der betrieblichen Leistung durch den Markt und die in ihm herrschenden Wettbewerbsverhältnisse. ­ Dies ist natürlich, da jede betriebliche Leistung letztlich für den Markt bereitgestellt werden soll und sich daher den vorliegenden Bedingungen anpassen ­ muß. Aber diese Marktvorbedingungen sind nicht festliegend und zeitlich unabänderlich; sie verändern sich vielmehr, oft gerade unter dem Einfluß der dargebotenen ­ Leistungen, wobei der Zeitpunkt der Darbietung, ihr mengen- und wertmäßiger ­ Umfang, ihre Dringlichkeit und andere Gegebenheiten bestimmend sind. Daneben aber kommen von der Nachfrageseite des Marktes eigene Strömungen, die sich aus fast allen Kreisen des menschlichen Gemeinschaftslebens bilden und sich zu mehr oder minder starkem Druck der Nachfrage verdichten: Aus der Mode etwa oder aus neuen Verkehrsbedürfnissen, aus weltanschaulichen oder staatspolitischen ­ Erwägungen (wie etwa die Bevorzugung der Handarbeit vor der Fabrikware ­ oder die Zurückdrängung der Einzelhandels-Großbetriebe zugunsten des selbständigen ­ Mittelstandes), aus mehr oder minder freiwilligem Wandel des Geschmacks ­ (künstlerische Einzelfertigung gegenüber unpersönlichen Massenerzeugnissen), ­ aus dem Aufkommen eines neuen Lebensstiles (etwa der Sportbewegung, die neuartige Kleidung verlangt und andere Anforderungen an Nahrung und Hygiene stellt). Neben diesen Marktströmungen ändern sich auch die eigentlichen Grundlagen des Marktes selbst. Die Voraussetzungen eines allgemeinen, freien Wettbewerbs, wie sie der liberalen Theorie und offenbar dem wirtschaftlichen Zustand zu Beginn ­ der Entwicklung der Industriewirtschaft entsprachen, sind heute nur noch ausnahmsweise gegeben. Damals überwog der Handel und die Fertigung auf Bestellung ­ ; die notwendigen Anlagen waren Eigentum einer Person oder einer verhältnismäßig ­ kleinen Gruppe oder Familie. Das Heß eine große Beweglichkeit hinsichtlich der Preise zu; die Preisbildung war nicht nur auf der Seite der Nachfrage ­ sondern auch des Angebots weitgehend frei. Die große Anlagenbedingtheit der heutigen Industrie, der Übergang zur Fertigung ­ auf Vorrat, die völlig auf den Empfang ausreichender Löhne angewiesene Arbeiterschaft dieser Industrie, fast mehr noch aber die stürmische Entwicklung zur Kreditverwendung bei den Großunternehmungen zwangen zu möglichst festen und gleichbleibenden Preisen. Es entstanden die Marktverbände der Unternehmungen ­ und die Zusammenschlüsse der Arbeiter; unmittelbare Eingriffe des Staates wurden häufiger und immer einschneidender. Daneben trat die mittelbare Einwirkung öffentlicher Körperschaften durch Schaffung eigener Wirtschaftsbetriebe. ­ Doch nicht in allen Zweigen der Wirtschaft ist diese Entwicklung gleich stark gewesen oder gleich weit gediehen. Wo besondere Güteleistungen erstellt werden oder wo der Abnehmer eine Vielzahl von Wünschen in bezug auf Art, Größe und Güte hat, ist kein Raum für Bindungen mit den Mitanbietern gegeben. Oder aber, da ein Ausgleich durch billigere Preise nicht mehr möglich war, die Nachfragenden weichen in andere Bedarfsgebiete aus, Ersatzleistungen werden geboten, neue Wettbewerber treten auf und bieten billiger an. Natürlich spielen hier weitere Ursachen herein: die Schwierigkeit, Ersatzstoffe oder Dienste überhaupt darzustellen ­ oder die notwendigen Kapitalien aufzubringen, Rohstoff- oder Patenthindernisse ­ u. a. Weiter aber werden durch Marktverbände auch in anderer Hinsicht schwerwiegende ­ Veränderungen hervor gerufen. Sowohl das wirtschaftliche Denken als auch das daraus folgende Handeln, und zwar von der unternehmerischen Tätigkeit