Wesen und Bedeutung. 191 Witte: Amerikanische Büroorganisation. Berlin/München 1927. — Amerikanische Verkaufsorganisation. Berlin 1926. — Neue amerikanische Verkaufs- und Lagerverfahren. Berlin 1928. — Verlustquellen in der Industrie. München und Berlin 1926. Wlach: Organisieren! ja — aber wie ? Berlin 1931. Woldt: Der industrielle Großbetrieb. Stuttgart 1911. Wolfensberger: Organisation der Maschinenfabrik. Berlin 1925. Wolff: Lehrbuch der Konjunkturforschung. Berlin/Wien 1928. Werner: Ein Kumpel. Berlin 1930. Ziegler: Bücher- und Bilanzrevision. Berlin/Wien 1929. Zitzlaff: Arbeitsgliederung in Maschinenbau-Unternehmungen. Jena 1913. Zwiedineck-Südenhorst: Allgemeine Volkswirtschaftslehre. Berlin 1932. Deutschnationaler Handlungsgehilfen-Verband: Die Gehaltslage der Kaufmannsgehilfen. Hamburg 1931. Verkaufsteohnik bei Leiser. Berlin 1930. GDA. (Gewerksohaftsbund der Angestellten); Die wirtschaftliche und soziale Lage der Ange stellten. Berlin 1931. D. Die Wirtschaftlichkeit. I. Wesen und Bedeutung. 1. Der Begriff. Wir knüpfen an die Feststellungen im ersten Buch (Haupt teil A) an: Wirtschaftlichkeit ist die Verwirklichung des wirtschaftlichen Prinzips, ist die Vergleichung der aufgewendeten Mittel mit der erzielten Leistung. Ent weder soll mit gegebenen Mitteln die bestmögliche Leistung oder eine bestimmte Leistung mit dem geringstmöglichen Einsatz von Mitteln erreicht werden. Wir haben gesehen, daß das im Bereiche der Wirtschaft (und der Technik) gefundene oder entwickelte Prinzip der Wirtschaftlichkeit nicht auf die Anwendung an diesen Stellen beschränkt ist, sondern hierüber hinaus in vielen anderen mensch lichen Lebensbereichen Verwendung findet oder finden kann. Das Wort Wirt schaftlichkeit sagt also an sich noch nichts über sein Anwendungsgebiet aus; es deutet nur auf die Ableitung vom wirtschaftlichen Prinzip hin. Das ist in diesem Zusammenhang deshalb zu betonen, weil sehr häufig von Wirtschaftlichkeit schlechthin gesprochen wird und man in Wirklichkeit an die Wirtschaftlichkeit des Wirtsohaftsbetriebes denkt. Wir behandeln im folgenden die Wirtschaftlich keit des Wirtschaftsbetriebes. Im ersten Buch haben wir diese Wirtschaftlichkeit nach drei Richtungen hin kennengelernt: die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung, die in der Rentabilität zum Ausdruck kommt, ferner die Wirtschaftlichkeit des Betriebes, für die es eine allgemeingültige Kennzeichnung nicht gibt (wir wollen sie Betriebs-Wirtschaftlich keit — nicht Betriebswirtschaft! — nennen), und endlich die gesamtwirtschaft liche Wirtschaftlichkeit, als deren Ziel vom nationalsozialistischen Staat die Aus richtung auf das Gemeinwohl bestimmt wird. Es gehört zu unserer Aufgabe, die Zusammenhänge zwischen diesen Wirtsohaftlichkeitsgebieten zu beachten und zu klären, weil es in der Praxis des Wirtschaftsbetriebes auf den bestmöglichen Zusammenklang dieser verschiedenen Wirtschaftlichkeiten ankommen muß. Daß es zu argen Mißverständnissen führen kann, wenn bei einer Erörterung die eine oder die andere Wirtschaftlichkeit gemeint ist, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Besonders schädlich können die Auseinandersetzungen werden, wenn für diese oder jene Maß nahme der Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit angeführt wird, ohne zu bedenken, daß es außer der Betriebs-Wirtschaftlichkeit eine Wirtschaftlichkeit der Gesamtwirtschaft (Volks gemeinschaft) gibt. Ein gutes Beispiel bietet der Wohnungsbaji: die vierstöckigen Miets kasernen mit Hof- und Seitengebäuden können sowohl für den Vermieter (hoher “Überschuß) als auch für den Mieter (billige Mieten) wirtschaftlich sein. Vom Standpunkt der Volks gemeinschaft sind die licht- und sonnenarmen wie gartenlosen Massenwohnungen ein Nach teil : gesamtwirtschaftliche Unwirtschaftlichkeit.