19 Steigen des Shilling- oder Mark-Betrages dagegen ein Teurerwerden des Wechselkurses; man muß mehr Mark aufwenden, um 1 $ zu erhalten. Eine Kursbewegung von 2/4 3 / 16 auf 2/4 1 / g für Singapur hat somit in diesem Zusammenhang ­ zwei entgegengesetzte Bedeutungen: von hier aus, für England also, ist der Kurs um 1 / 18 d günstiger, für Singapur ­ Vied ungünstiger geworden. Es entspricht hier die Art der Notierung bereits den tatsächlichen allgemeinwirtschaftlichen ­ Verhältnissen, da bekanntlich ein für das Inland günstiger Wechselkurs für das Ausland in gleichem Maße ungünstig ist. Man kommt auf diese Weise mit einer einfachen ­ Gleichung aus, während bei beiderseitiger direkter oder beiderseitiger indirekter Notiz die Wechselkurse hüben und drüben nur durch eine Proportion x ) zu vergleichen sind. Die Möglichkeit, indirekte Kurse ohne Umrechnung als direkte Kurse zu lesen, gilt aber nur für die t, t, Notizen, deren Wert sich ohne Zinsen versteht, und nicht für die langen Sichten, Zunächst ist die Kurszahl der langen Sichten ­ stets höher als diejenige für t, t., da man bei dem Ankauf ­ einer 90 Tage Sicht-Tratte auf Deutschland für bare Hingabe einer asiatischen Einheit, etwa eines Dollars, wegen des Zinsverlustes mehr Mark erhalten muß, als wenn man telegraphische Auszahlung, eine sofort fällige Forderung erstände. Da bei direkter Notiz aus denselben Gründen der lange Kurs niedriger als der kurze ist, so ergibt sich daraus, daß die langen asiatischen Sichten nicht einfach als direkte Notiz in der Richtung von hier nach drüben gelesen werden können, vielmehr müßte rund gerechnet eine in Deutschland erfolgende direkte Notierung von langer Sicht auf Yokohama ­ um denselben Betrag niedriger sein als t. t,, wie er in Japan höher als t. t, ist. Will man sich die Kursbewegung einer langen indirekten ­ Notiz nach direkter Methode vorstellen, etwa zum Vergleich ­ mit einer anderen direkten Notierung, so muß dies in der Art eines Spiegelbildes, etwa nach folgendem Schema, geschehen: 1) Mahlberg, Der Kurs des Frankenwechsels, Zeitschrift f. handelswissenschaftl. Forschung, Bd. III, S, 405,