— 20 — O o Juli 13 o Hierbei ist der Einfachheit halber angenommen, daß die 5 t. t. Notizen unverändert geblieben sind. Im asiatischen Wechselgeschäft lautet die hauptsäch liche Einteilung der Kurse nicht kurze und lange Sichten, wie das in Europa die Regel ist, sondern Verkaufkurse und Kaufkurse, oder, nach der englischen Ausdrucksweise, sel ling rates und buying rates. Tatsächlich ist dies aber an nähernd dieselbe Einteilung, da bei den Verkaufssätzen Auszahlung, also kurze Sicht die wichtigste Notiz ist und Kaufkurse fast nur für lange Sichten notiert werden. Auch im europäischen Verkehr kennt man neben dem Durch schnittskurs Brief- und Geldkurse, die aber dann beide für kurze und für lange Sichten festgestellt werden, während man in Asien für t, t. nur den Briefkurs und für lange Sich ten nur Geldkurse regelmäßig notiert. Das hat den Nach teil, daß man beide Sichten nicht ohne weiteres vergleichen kann, der Abstand der veröffentlichten Notizen ist im Ver hältnis zur Zinsdifferenz zu groß. Von Bedeutung ist die ser Umstand, wenn man die absolute Höhe der Zinsdiffe renz beobachten will, während ihre relative Gestaltung dadurch nicht beeinträchtigt wird, da der Fehler dauernd und durchschnittlich in gleichem Umfange bestehen bleibt. Sehr beachtenswert ist dagegen bei dem Mangel jeder Gegennotiz in Europa die Eigenschaft der Auszahlungs kurse als relativ hohe Verkaufkurse und der langen Sich ten als relativ niedrige Ankaufkurse dann, wenn man auf Grund der asiatischen Notizen in Europa Geschäfte in asia tischen Wechseln macht. Eine t. t, Notiz von M. 2,24 in Schanghai ist als Verkaufkurs (Briefkurs) zu teuer, da die Schanghaier Banken einen Ankauf von t. t. nur zu einem billigeren Satze vornehmen würden. Nimmt man den Auf schlag mit 1 Pfg, an, so könnte ein gedachter Durchschnitts kurs auf 2,24 1 / 2 M. lauten, da bei der indirekten Notiz ein -O o— 14. 15. 16. indirekte lange Sicht, kurze Sicht [t. t.] direkte lange Sicht,