21 Billigerwerden eine Erhöhung der Kursziffer bedeutet. Kauft man in Hamburg zu dem veröffentlichten Satze von M, 2,24 Tael-Auszahlung auf Schanghai, so kauft man rela tiv billig, jedenfalls günstiger, als wenn der Gläubiger in Schanghai seine Forderung auf Hamburg als Mark-Auszah lung drüben verkaufte. Verkauft man dagegen eine Tael- Auszahlung auf Schanghai in Hamburg zur Notiz, so fährt man relativ schlecht. Genau dasselbe Verhältnis waltet bei den langen Sichten ob, die als Ankaufsraten relativ zu niedrig sind, wie sich aus folgendem Beispiel, bei dem die Differenzen zwischen wirklicher Notiz und gedachter Durch schnittsnotiz mit 1 / 18 d angenommen ist, ergibt. Hongkong auf London. 4 Mte. Sicht . l/9 13 /i« [Ankaufkurs] | 1/9 18 /i 6 Durchschnittskurs teurer I t- t 1/976 | 1/9 Durchschnittskurs = Via teurer | 4 Mte, Sicht in London direkt notiert l/8 15 /xe [Ankaufkurs], Wer also in London lange Dollarwechsel auf Hong kong kauft, bezahlt relativ wenig, wer verkauft, erhält wenig, sodaß damit sowohl hinsichtlich der t. t. Kurse wie der langen Sichten bei Zugrundelegung der asiatischen No tizen in Europa stets der Ankauf der günstigere Weg ist. Man steht sich demnach auch hier — aber nur von Europa aus — wie bei den europäischen Wechselkursen, was die einmal festgestellten und veröffentlichten Notizen angeht, beim Remittieren besser als beim Trassieren 2 ). Das ent spricht durchaus den wirtschaftlichen Zuständen, da im Verkehr mit dem Osten in noch viel stärkerem Maße tras siert wird, als es schon bei anderen internationalen Be ziehungen üblich ist. Parallel zu der Einteilung der asiatischen Kurse in Kauf- und Verkaufraten läuft eine Einteilung in Bank- Paper (Bank-Bills) und Private-Paper (Private-Bills), also 1) In Hongkong nimmt man 1/8 d als Marge zwischen An- und Verkaufsraten an. 2) Mahlt» erg, Der Kurs des Frankenwechsels, Zeitschr. f. han- delswiss. Forschung. Bd, 3, S. 406.