24 Klassen, und zwar erstens Wechsel, die gegen Bankkredit gezogen sind, kurz Credits genannt, zweitens Ziehungen auf Banken, Bankiers oder auch Warenhändler, bei denen die Verschiffungsdokumente gegen Akzept ausgeliefert wer den, Documents against acceptance oder kurz D/A genannt, und drittens Abgaben auf Kaufleute, bei denen die Doku mente gegen Zahlung ausgeliefert werden, Documents against payement oder kurz D/P genannt. Vielfach unter scheidet man nur die beiden letzten Arten, faßt also Cre dits und D/A zusammen; auch sonst ist die Notiz für Cre dits und D/A häufig gleich hoch. Die Wechsel mit der Vor schrift Dokumente gegen Zahlung, die D/P Tratten, haben in längerer Sicht einen Unterwert gegenüber D/A, da sie als in London nicht diskontierbar bis zur Bezahlung im Portefeuille der Banken bleiben müssen und vielfach die Vorschrift Dokumente nur gegen Zahlung durch eine ge ringere Qualität der Wechsel bedingt sein wird 1 ). Die Preiseinbuße gegenüber D/A schwankt; in Kalkutta beträgt sie bei 3 und 4 Monate Sicht 1 / 32 d, für 6 Mts.-S. 1 / ie d, während man in Yokohama 1 j i — 1 / 2 °/ 0 rechnet. Kürzere D/P Wechsel als 3 Mte,-S, werden dagegen meist zur ent sprechenden Rate der D/A Wechsel genommen. Das Nor malpapier ist die D/A Tratte. Im übrigen ist das Trattenmaterial aller drei Klassen in keiner Weise einheitlich. Das gilt namentlich von der inneren Qualität der Wechsel, sodaß die Preisbildung sich nicht auf vertretbaren Papieren aufbaut. Die Banken re servieren sich, wenn sie Wechsel kaufen, nur das Recht, ihnen nicht zusagende Stücke, d, h, solche, deren Bezogener nicht paßt, bei der Lieferung zurückzuweisen, während auf der anderen Seite natürlich zu beachten ist, daß die ver öffentlichten Notizen keine offiziellen Kurse, sondern eigentlich Offerten sind, deren Höhe von Fall zu Fall der besonderen Güte einzelner Wechsel angepaßt werden kann. Der Größe der Abschnitte ist hier noch weniger eine Grenze 1) So die allgemeine Ansicht; es ist aber darauf hinzuweisen, daß die Zahlungsbedingungen im überseeischen Großverkehr meistens durch die Usancen der betreffenden Branche bestimmt werden.