— 27 — lieber Nachteil die Folge ist. Die meisten von drüben auf diese Frage erteilten Antworten bestreiten einen Nachteil, man hält vielmehr, „angesichts der ganz anderen Geschäfte, solche minimalen Unterschiede wie in Deutschland nicht für denkbar". Wie aber allgemein der extensive Charakter des asiatischen Geschäfts immer mehr nachläßt und die exotischen Gewinnzuschläge aufgehört haben, so wird auch hier auf die Dauer eine Änderung eintreten müssen, was sich aus folgender Antwort aus Kalkutta ableiten läßt; „Die hiesigen Kurszu resp. -abschläge betragen für die Rupie 1 / 32 d = 1 / 6 °/ 0 des resp, Gegenwerts in anderen Währungen, Da die Differenz allgemein streng eingehalten wird und jeder Beteiligte damit kalkuliert, so kann diese im Ver hältnis zum Wert groß erscheinende Differenz kaum als störend für die genaue Preisbildung bezeichnet werden, ob gleich zugegeben werden muß, daß bei der heutigen schar fen Konkurrenz der die Arbitrage betreibenden Banken Kurswechselgeschäfte nur unter Konzessionen möglich sind und dadurch häufig 1 / 32 d zugestanden werden muß, was oft den Gewinn aus solchen Kurswechselgeschäften illusorisch macht, da es sich ja bei dem Nachlaß von 1 / 32 d, wie oben angegeben, gleich um 1 / B °/ 0 handelt,“ Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß die nach hiesigen Verhältnissen großen Kursschwankungen Asiens — siehe Diagramme — zu einem Teil wenigstens durch die zu wenig feinen Preisstufen bedingt sind. Wenn der Franken kurs in Berlin und der Pfund-Sterlingkurs in Yokohama auf Pari stehen und auf beiden Plätzen kurssenkende Mo mente von verhältnismäßig gleicher Stärke auftreten — etwa ausreichend um den Pariser Kurs um eine Stufe herab zusetzen — so ist nicht anzunehmen, daß in Yokohama der Kurs wegen der größeren Preisstufe stehen bleibt, vielmehr wird auch hier der sinkenden Tendenz durch den geringst möglichen Abschlag Rechnung getragen werden. Wieder holt sich dasselbe am folgenden Tage, so beträgt das Agio der Währung in Japan bereits 5°/ 00 , in Berlin erst 1,2 oder gar nur 0,6% 0 . Exakt beweisen läßt sich das natürlich nicht, aber ganz unwahrscheinlich dürfte der behauptete Mangel nicht sein; den darin liegenden allgemeinwirtschaftlichen Nachteil spürt natürlich auch der Einzelne,