63 Die Edelmetallbewegung stellte sich in den Jahren 1907—1910 wie folgt: Millionen £ 1907 1908 1909 1910 Einfuhr Gold in Barren 0,7 0,4 0,5 0,8 „ gemünzt 0,5 0,2 0,4 0,9 Davon aus England 0,4 0,0 0,0 0,1 Einfuhr Silber in Barren 0,0 0,0 0,0 0,0 „ gemünzt 2,0 1,7 0,5 0,4 Davon aus England 1,0 0,6 0,0 0,0 Ausfuhr Gold in Barren 0,3 0,3 0,3 0,2 „ gemünzt 0,2 0,3 0,2 0,2 Davon nach England 0,2 0,3 0,1 0,1 Ausfuhr Silber in Barren — — — 0,0 „ gemünzt 2,2 0,7 1,2 1,6 Davon nach England 1,0 0,0 0,0 0,0 Danach ist namentlich die Ausfuhr von Goldmünzen von geringer Bedeutung, während diejenige von Silber münzen mit der Währungsreform zusammenhängt. Von der Organisation des Singapurer Fremdwechsel- markts ist zu sagen, daß sie außerordentlich wenig aus gestaltet ist und daß von den behandelten asiatischen Plätzen das Geschäft in Singapur am meisten privaten Cha rakter trägt, was namentlich hinsichtlich der Qualität des Wechselmaterials gilt. Die Umsätze in Devisen bauen sich fast ausschließlich auf dem effectiven Bedarf des Waren handels auf, „Firmen, bei denen man vermutet, daß sie Zinsunterschiede ausnützen wollen, verweigert man in solchen Fällen Rimessen auf Kredit“, und regelrechte Wechselarbitragen sind nicht üblich. Die bereits erwähn ten Arbitragen der Chinesen mit Hongkong und Schanghai haben seit dem Silbersturz in 1907 fast aufgehört; auch hier beruht heute das Geschäft lediglich auf dem effektiven Bedarf. Dazu paßt die außerordentliche Größe der Preis stufen, die mit Vie d rund 2°/ 00 der Parität ausmachen und in keiner Weise als zu groß empfunden werden, Singapur ist eben in erster Linie Warenhandelsplatz, die Gelegenheit