27 ganz hervorragenden Steigerung der Leistungsfähigkeit ausgewirkt. Es würde deshalb in keiner Weise gerechtfertigt sein, die bisherige Entwicklung umzukehren und den Individualismus, wo er Werte schafft, durch einen Sozialismus oder Solidarismus zu ersetzen, weil dadurch gerade die Triebkraft der hochentwickelten Wirt schaftsfaktoren ausgeschaltet wird. Weil die sozialistischen Lö sungen darauf hinausgehen, sind sie gescheitert, da man letzten Endes doch einsehen mußte, daß ohne die Ausnutzung der indivi duellen Triebkräfte der Unternehmer in der Volkswirtschaft keine Entwicklung möglich ist. Dadurch aber, daß die ganze Wirtschaft auf das einheitliche individualistische Prinzip eingestellt wird, ent stehen außerordentliche Entwicklungsmöglichkeiten für jeden ein zelnen in der Wirtschaft tätigen Menschen, und damit ist eine überreiche Quelle neuer Energien erschlossen, die sich produktiv im allgemeinen Interesse entfalten können. Wegen dieser imma nenten Kräfte wird sich der Sozialindividualismus durch seine gesunden Grundlagen gegen alle Widerstände mit Naturgewalt durchsetzen, selbst wenn die Widerstände noch weiter wie bisher durch den politischen Kampf gesteigert werden sollten. Die Aus wirkung des soziahndividualistischen Systems beseitigt auch die Gefahren, die im bisherigen System gegenseitigen Kampfes, die Trustentwicklung, in sich birgt. Denn den Trusten und Kon zernen stehen die entsprechend zusammengefaßten Energien der Arbeitsaktien gegenüber und halten ihnen die Wage. Es wird ganz gleichgültig, wie weit und bis zu welcher Höhe sich das Kapital zusammenschließt, weil in der gleichen Weise sich auch die Macht der Arbeitsaktien akkumuliert. Die Arbeit wird da durch gegenüber jedem Kapital in gleich günstiger Lage bleiben, da die Zusammenfassung der kapitalistischen Energien auch die entsprechende Zusammenfassung der sozialen Energien bedingt. Dieses Gleichgewicht der Kräfte stellt einen wertvollen Friedensfaktor dar, und unsere Wirtschaft braucht Frieden. Wenn von Arbeitnehmerseite gegen die Beteiligung eingewendet wird, daß eine Beteiligung dem notwendigen Ausgleich der Löhne mit den veränderlichen wirtschaftlichen Existenzbedingungen hemmend entgegenstände, ein Einwand, der zweifellos auch gegen die Arbeitsaktie gemacht werden dürfte, so ist dem entgegenzu halten, daß das Beteiligungssystem durch die Arbeitsaktie keines wegs davon berührt wird. Die Entlohnung muß sich in jedem Falle nach dem Werte des Geldes richten, sie steigt (aller dings nur zahlenmäßig) bei geringerem Geldwert, da der Arbeits