Schlußbetrachtung. Wenn wir die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchungen kurz zusammenfassen, tritt uns aus der Menge von Daten und Einzelfragen folgendes Bild klar vor Augen: Die Bevölkerung der Erde hat heute eine Zahl erreicht, bei der sich Volksvermehrungen ungeheuer rasch fühlbar machen. Insbesondere sind es die drei großen Übervölkerungsgebiete in Europa, China und Indien und die drei kleineren Menschen anhäufungen in Japan, Ägypten und den Oststaaten von Nord amerika, die im Vordergründe des weltwirtschaftlichen und poli tischen Interesses stehen. Die Übervölkerung dieser Kulturgebiete erzeugt Interessen gegensätze, die zu fortgesetzten Reibungen führen müssen. Von diesem Standpunkte betrachtet, war der Weltkrieg ein Versuch zur gewaltsamen Lösung der Differenzen, die in weltwirtschaft licher Beziehung zwischen den Kulturstaaten — in erster Linie zwischen dem meeresbeherrsehenden England und dem aufstre benden Deutschland — bestanden. Bisher ist nicht ersichtlich, daß durch den Krieg bezie hungsweise die Friedensverträge, die ihm folgten, eine Klärung oder gar eine Besserung der weltwirtschaftlichen Differenzen er folgt wäre. Das einzige bisher erkennbare Resultat ist eine ge waltige Verschiebung der Maehtverhältnisse, und zwar zugunsten Amerikas. Die Weltwirtschaft, die vor dem Kriege bereits einen hohen Grad der Entwicklung erlangt j^at, ist in Unordnung ge raten. Überall, auch in den Siegerstaaten und selbst in Amerika, machen sich schwere Wirtschaftskrisen bemerkbar. Und während wir noch an den Folgen des kaum vorübergegangenen Gewitter sturmes leiden, wetterleuchtet es bereits an den verschiedensten Punkten des Erdballs. Neue Kriege stehen bevor.