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3.  Nach  der  Organisation  der  Produktion,  nach  dem  Verhältnis, ­
  in  dem  die  Produktion  der  Güter  zur  Konsumtion  steht,  oder  genauer ­
  nach  der  Länge  des  Weges,  den  die  Güter  vom  Produzenten  bis
zum  Konsumenten  zurücklegen,  unterscheidet  Karl  Bücher:
1.  die  Stufe  der  geschlossen  enHauswirtschast  (reine  Eigenproduktion, ­
  tauschlose  Wirtschaft),  in  der  die  Güter  in  derselben
Wirtschaft  verbraucht  werden,  in  der  sie  erzeugt  sind.  Geschlossene
Hauswirtschaft  best,and  im  großen  ganzen  während  des  Altertums
und  Mittelalters  bis  zum  Aufkommen  der  Städte,  und  besteht,  vielfach ­
  noch  heute  in  entlegenen  Orten  (z.  B.  Gebirgstälern).  Hieraus
entwickelte  sich  und  war  lange  gleichzeitig  mit  ihr  vorhanden:
2.  die  Stufe  der  S  t  a  d  t  w  i  r  t  s  ch  a  s  t  (Kundenproduktion,  Stufe
des  direkten  Austausches),  in  der  die  Güter  aus  der  produzierenden
Wirtschaft  unmittelbar  in  die  konsumierende  übergehen.  Es  erfolgte
in  dieser  Periode,  die  in  der  zweiten  Hälfte  des  Mittelalters  in  den
neu  aufkommenden  Städten  beginnt,  eine  Arbeitsteilung  zwischen
Stadt  und  Land,  zwischen  Gewerbe  und  Ackerbau.  Der  Bauer
brachte  die  Erzeugnisse  des  Landes  zur  Stadt  und  kaufte  dagegen
von  den  Städtern,  was  er  an  gewerblichen  Erzeugnissen  brauchte.
3.  Die  Stufe  der  Volkswirtschaft  (Warenproduktion,  Stufe  des
Güterumlaufs),  in  der  die  Güter  nicht,  wie  auf  der  2.  Stufe,  aus
der  produzierenden  direkt  in  die  konsumierende  Wirtschaft  gelangen,
sondern  in  der  Regel  erst  eine  Reihe  von  Wirtschaften  (Urproduktion,
Halb-  und  Ganzfabrikation)  durchlaufen  müssen,  ehe  sie  in  die  Hände
des  Verbrauchers  gelangen.  Die  Produktion  erfolgt  nicht  mehr  zur
Deckung  des  eigenen  Bedarfs  und  auch  nicht  mehr  auf  Bestellung  des
Konsumenten,  sondern  es  wird  für  den  Markt,  für  den  Weltmarkt
produziert.  Die  Preise  werden  reguliert  durch  den  Wettbewerb  der
die  gleichen  Ziele  verfolgenden  Wirtschaften.  Einen  Hauptfaktor  in
diesem  Wettbewerb  bei  der  Massenproduktion  bildet  das  Kapital.
Vermögen  ist  nötig  zur  zweckmäßigen  Organisation  des  Betriebes
und  zur  Verwertung  der  Produkte  —  als  wichtiges  Zwischenglied
tritt  der  Handel  ein  —,  es  entsteht  die  k  a  p  i  t  a  l  i  st  i  s  ch  e
P  r  od  u  k  t  i  o  n  sw  e  i  se,  d.  h.  der  Unternehmer  ist  im  Besitze  der
für  den  Großbetrieb  erforderlichen  Produktionsmittel.