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A.  (ZülersrzSUgung  (Produktion).
I.  vis  vedürfnisdefrledigung  als  3iel  aller  wirtschaftlichen ­
  Tätigkeit.
Der  Mensch  ist  ein  bedürftiges  oder  Bedürfnisse  empfindendes
Wesen,  d.  h.  er  hat,  wie  v.  Hermann  es  ausdrückt,  „Gefühle  des  Mangels,
mit  dem  Streben,  diesen  Mangel  zu  beseitigen".  Die  Bedürfnisse  zu  befriedigen, ­
  die  Unlust  zu  bannen,  die  Lust  zu  mehren,  ist  Zweck  und  Ziel
des  menschlichen  Tuns.  Jede  Befriedigung  hat  stets  nur  eine  gewisse
Zeitdauer,  daher  „die  beständige  Wiederholung  zwischen  Bedürfnis,
  Erwachen  und  Wirken  des  Befriedigungstriebes,  demgemäßen
Handeln  und  erzielter  Befriedigung"  (Adolph  Wagner).  Die  Bedürfnisse
der  Menschen  sind  sehr  verschieden  geartet,  der  Zahl  und  dem  Umfang
nach  unbeschränkt  und  einer  Verfeinerung  fähig.
Nur  wirtschaftliche  Bedürfnisse  kommen  hier  in  Betracht,  d.  h.
Bedürfnisse,  die  „durch  materielle  äußere  Mittel  oder  durch  Dienstleistungen
  anderer  Personen  befriedigt  werden  können"  (Lexis).  Ihnen
werden  gegenübergestellt  die  inneren  psychischen  Bedürfnisse  (religiöse
Bedürfnisse,  Bedürfnisse  nach  Liebe,  Freundschaft  usw.).
Nach  dem  Grad  ihrer  Wichtigkeit  unterscheidet  man:
unentbehrliche  Bedürfnisse,  das  sind  solche,  deren  Besriedigung
  zur  Existenz  des  Menschen  notwendig  ist,  die  der  Mensch
befriedigen  muß  (Existenzbedürfnisse)  und
entbehrlicheBedürfnisse,  d.  h.  Bedürfnisse,  die  der  Mensch
befriedigen  will,  weil  sie  zur  Erhöhung  des  Lebensgenusses  in
geistiger  oder  materieller  (leiblicher)  Hinsicht  dienen  (Kulturbedürfnisse). ­
