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Güterverbrauch  (Konsumtion),  dem  noch  die  Güterverteilung  (Distribution) ­
  vorangeht.  Durch  Arbeit  werden  wirtschaftliche  Güter  geschaffen,
und  zwar  nicht  für  den  eigenen  Konsum,  sondern  um  sie  zu  verkaufen.
Durch  viele  Hände  wandert  das  Produkt  oft,  ehe  es  an  den  Markt  gelangt. ­
  Hier  werden  die  Waren  nicht  unmittelbar  gegen  andere  Waren
ausgetauscht,  sondern  es  ist  im  Geld  ein  Wertmesser  geschaffen.  Für
das  erlöste  Geld  werden  Arbeitskräfte  und  Arbeitsmittel  zu  neuer  Produktion ­
  erworben.  Die  Länge  dieses  Kreislaufes  ist  von  verschieden
  e  n  N  m  st  ä  n  d  e  n  abhängig;  die  höher  entwickelte  Wirtschaft  rechnet  im
allgemeinen  mit  längeren  Perioden  als  die  primitive  Wirtschaft.
Das  Gedeihen  der  meisten  Naturgaben  hängt  von  der  menschlichen
Tätigkeit  ab.  Der  Mensch  muß  seine  Kräfte  und  Fähigkeiten  anwenden,
um  entweder  die  E  r  g  i  e  b  i  g  k  e  i  t  dermaßen  zu  erhöhen,  daß  die  für  die
immer  größer  werdenden  menschlichen  Bedürfnisse  notwendigen  Gaben
der  Natur  in  genügender  Menge  hervorgebracht  und  gesammelt  (geerntet)
werden,  oder  er  muß  die  N  a  t  u  r  st  o  f  f  e  umwandeln,  sie  einem
Prozeß  unterwerfen,  der  ihren  Wert  erhöht.  Die  auf  Gewinnung
neuer  Güter  oder  Formveränderung  von  Naturstoffen
  gerichtete  menschliche  Tätigkeit  nennt  man
Produktion,  die  Ergebnisse  dieser  Tätigkeit  Produkte.  Für  den
einzelnen  ist,  vom  privatwirtschaftlichen  Standpunkt  aus,  Produktion
gleich  Erwerb.
Streng  genommen  produziert  (schafft)  nur  die  Natur  neue  Stosse.
Der  Menschen  Tätigkeit  beschränkt  sich  darauf,  die  vorhandenen  Stoffe
zu  bearbeiten,  sie  in  neue  Formen,  in  wertvollere  Verbindungen  und  Anordnungen ­
  zu  bringen,  so  z.  B.  Verwandlung  des  Eisens  in  Stahl  durch
Aussonderung  des  Kohlenstoffes.
Technisches  Ziel  der  Produktion  ist,  daß  das  Produkt  seiner  Beschaffenheit ­
  und  seinen  Eigenschaften  nach  dem  Zweck,  dem  es  dienen  soll,
entspricht.  Wirtschaftliches  Ziel  der  Produktion  ist,  daß  das  neu
geschaffene  Gut  einen  höheren  Wert  darstellt  als  seine  Herstellungskosten.
Je  nachdem  durch  die  Produktion  Güter  neu  „geschaffen"  werden  bzw.
deren  Wert  eine  Erhöhung  erfährt,  oder  die  Produktion  auf  Erzeugung
unkörperlicher  Güter  gerichtet  ist,  d.  h.  sich  auf  persönliche  Dienstleistungen,
Erfindungen  usw.  erstreckt,  unterscheidet  man  materielle  und  i  m  -
materielle  Produktion.