wie  der  jeder  Sachgütererzeugung:  Er  verleiht  den  Waren  eine  höhere
Wertfähigkeit  dadurch,  daß  er  sie  an  die  Orte  bringt,  an  denen  Nachfrage
danach  herrscht,  daß  er  sie  handlich  verpackt  usw.
Die  Berufsgliederung  im  Deutschen  Reich  gestaltete  sich  folgendermaßen:

1895

1907

Land-  und  Forstwirtschaft

35,8%

28,6  %

Industrie  und  Bergbau

39,1  %

42,8%

Handel  und  Verkehr

11,5  %

13,4%

Häusliche  Dienste  usw.

1,7%

1,3%

Liberale  Berufe

5,5  %

5,5%

Berufslose  Selbständige  (Rentiers  usw.)  6,4  %

8,4%

Summa  100,0  %

100,0  %

III.  vis  produklionskakloren.
Die  Erzeugung  von  Gütern  erfolgt  durch  menschliche  Arbeit  unter  Benutzung ­
  der  Naturkräfte  und  bereits  vorhandener  Stoffmengen.  Arbeit,
Natur  und  Kapital  sind  die  Grundlagen  der  Produktion,  die  Produktionsfaktoren. ­
  Sie  alle  drei  müssen  bei  der  Gütererzeugung  mitwirken, ­
  keine  dieser  Kräfte  kann  für  sich  allein  wirtschaftlich  wirksam
tverden.  Jede  Arbeit  hat  zum  Objekt  die  Natur,  wie  umgekehrt  jede  Nutzbarmachung ­
  der  Naturgaben  menschliche  Tätigkeit,  d.  h.  Arbeit  verlangt.
Als  dritten  Produktionsfaktor  haben  die  sog.  klassischen  Nationalökonomen
der  Natur  und  der  Menschenarbeit  das  Kapital  hinzugefügt,  d.  h.  bei  der
Produktion  müssen  —  es  geschieht  dies  schon  auf  den  niedrigsten  Wirtschaftsstufen ­
  —  bereits  vorhandene  Güter  (Werkzeug,  Geräte,  Maschinen
usw.)  mitwirken.
1.  vis  Natur  als  provuktivkratt.
Damit  die  Menschen  Güter  erzeugen  können,  muß  die  Natur  verwertbare ­
  Rohstoffe  (z.  B.  zur  Anfertigung  der  Arbeitsgegenstände  oder  des
Werkzeuges)  und  Kräfte  (z.  B.  zum  Betrieb  von  Maschinen)  darbieten.
Bei  den  Naturgaben  sind  zu  unterscheiden  Güter,  auf  deren  Vermehrung
und  Veränderung  der  Mensch  keinen  oder  nur  geringen  Einfluß  ausüben
kann  (Klima,  geographische  Gestaltung,  Eintritt  von  Ebbe  und  Flut),  und
Güter,  die  sich  durch  Arbeit  umformen  und  seinen  Zwecken  dienstbar
machen  lassen  (Fruchtbarkeit  des  Bodens).

23