25

Kapital  nicht  100  +  33i/ 3  +  BS’Vs  =  1662/s  Produktionseinheiten,  sondern ­
  nur  etwa  140  oder  145  Produktionseinheiten  erlangt  werden.  Um
weitere  Ertragserhöhungen  zu  erzielen,  wird  also  nicht  ein  entsprechender,
sondern  ein  größerer  Arbeits-  und  Kapitalaufwand  erforderlich  sein.  Aus
diesem  Grund  wird,  wenn  der  Bodenertrag  eine  bestimmte  Höhe  (Wirtschastliches
  Optimum)  erreicht  hat,  der  für  die  wachsende  Bevölkerung  erforderliche ­
  Mehrertrag  nicht  durch  eine  noch  intensivere  Bodenbearbeitung,
sondern  durch  Ausdehnung  der  Anbaufläche  zu  erlangen  gesucht.  Dieses
Gesetz  vom  abnehmenden  Bodenertrag  gilt  aber  nur  insoweit,  als  nicht
technische  Fortschritte  oder  Änderungen  in  der  Art  der  Bewirtschaftung
eintreten.

2.  Ute  menschliche  Arbeit  als  proöuktlvhraft.
a)  Die  Rolle  der  Arbeit  in  der  Produktion.
Zur  Befriedigung  der  menschlichen  Bedürfnisse,  zur  Benutzung  dessen,
was  die  Natur  bietet,  zur  Beschaffung  von  Gütern  und  Werten,  ist  stets
menschliche  Tätigkeit,  d.  h.  Arbeit  erforderlich.  Arbeitsmotiv  ist  also  zunächst ­
  die  Befriedigung  von  Bedürfnissen.  Sind  diese  beschränkt,  oder
kann  der  Arbeitende  nicht  auf  den  Genuß  der  Früchte  seiner  Arbeit  rechnen, ­
  dann  wird  die  Arbeitslust  meist  gering  sein.
Als  erste  Arbeit  finden  wir  bei  den  rohen  Naturvölkern  Krieg  und
Jagd.  Zur  produktiven  wirtschaftlichen  Arbeit,  die  der  Reize  von  Krieg
und  Jagd  entbehrt,  muß  der  Mensch  erst  langsam  erzogen  werden.  In
ältester  Zeit  haben,  wie  Bücher  („Arbeit  und  Rhythmus")  nachweist,
Rhythmus,  Musik  und  Gesang  vielfach  erzieherisch  eingewirkt  und  dem
Menschen  über  Ermüdung  und  Trägheit  weggeholfen.  Bei  den  Naturvölkern ­
  wird  Arbeit  aber  immerhin  als  Last  empfunden  und  vom  Mann
auf  die  Frau  abgewälzt,  ebenso  wie  mächtige  Völkerstämme  schwächere  zur
Arbeit  zwingen,  indem  sie  sie  zu  Sklaven  machen.
Der  Ersolg  jeder  Arbeit  wird  durch  die  A  r  b  e  i  t  s  l  u  st  beeinflußt,  die
wieder  von  der  Naturanlage  ganzer  Völker  und  einzelner  Menschen  abhängig ­
  und  Resultat  der  Erziehung  und  des  Charakters  ist.  Arbeit  ist
das  Mittel,  die  in  jedem  Menschen  ruhenden  Kräfte  und  Fähigkeiten  der
Sachgütererzeugung  dienstbar  zu  machen.  Drei,  den  menschlichen  Fähigkeiten ­
  entsprechende  Arten  von  Produktionskräften  sind  hierbei  zu  unterscheiden:
