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am  geeignetsten  erscheint,  wenn  er  an  den  Platz  gestellt  wird,  wo  er  am
erfolgreichsten  wirken  kann.  Am  schärfsten  ist  dies  durch  das  Taylor-System
  verwirklicht  worden.  Auch  die  Fortschritte  in  Wissenschaft  und
Technik  sind  wesentlich  der  spezialisierten  Arbeit,  der  Arbeitsteilung  zu
danken.  Ferner,  verrichtet  der  Arbeiter  nur  einige  wenige  Handgriffe,
so  werden  einerseits  die  Ausbildungszeit  und  die  damit  verknüpften  Kosten
gering  sein,  andererseits  wird  die  fortgesetzte  Vornahme  gleicher  Verrichtungen ­
  die  Geschicklichkeit  der  Arbeiter  erhöhen  und  eine  kürzere  Herstellungszeit
  zur  Folge  haben.  Gelernte  und  daher  teurere  Arbeiter  werden ­
  nur  dann  Verwendung  finden,  wenn  ungelernte  Arbeiter  die  Arbeit
nicht  oder  nicht  in  gleicher  Güte  und  Schnelligkeit  herstellen  können.  Die
Zeit-  und  Maierialverluste,  die  beim  Übergang  von  einer  Arbeit  zu  einer
anders  gearteten  Arbeit  durch  Wechsel  der  Werkzeuge  usw.  erfolgen,  werden
  gespart.  Die  Teilung  und  Vereinfachung  der  Arbeit  gestattet  die  Benutzung ­
  von  Maschinen.  Aus  all  diesen  Gründen  wird  schneller  und  billiger ­
  gearbeitet,  und  die  Arbeitsprodukte  können  billiger  verkauft  werden.
Auch  eine  Arbeitsteilung  nach  Raum  und  Zeit  führt  zu  einer  Verbilligung ­
  der  Produktionskosten.
Diesen  vorteilhaften  Wirkungen  der  Arbeitsteilung  stehen  auch  manche
Nachteile  gegenüber:  Übung  macht  zwar  den  Meister;  aber  ein  Mensch,
der  jahraus,  jahrein  immer  nur  dieselben  Handgriffe  vornimmt,  wird  einseitig, ­
  wird  zur  Maschine.  Die  ununterbrochene  Tätigkeit  auf  einem  sehr
eng  begrenzten  Arbeitsfelde  hat  zur  Folge,  daß  der  Arbeiter  keine  Freude
an  seinem  Beruf  hat,  daß  ihm  die  Arbeit  langweilig  erscheint,  nur  unwillig ­
  geht  er  an  die  eintönige  Beschäftigung,  die  den  Geist  tötet  und  nur
einen  Teil  seiner  Körperkräfte  voll  entfalten  läßt.  Diese  einseitige  Ausbildung ­
  erschwert  den  Übergang  zu  einer  anderen  Erwerbsart.  Kann  der
Arbeiter  die  einzige  Hantierung,  die  er  gelernt  hat,  nicht  verwerten,  vielleicht,
  weil  in  einem  Arbeitszweige  die  Produktion  eingeschränkt  odergänzlich
  eingestellt  ist,  dann  gerät  er  in  Not  und  Abhängigkeit.
All  diese  Schattenseiten  der  Arbeitsteilung  zu  mildern  durch  Gegenmittel, ­
  wie  z.  B.  Verkürzung  der  Arbeitszeit,  durch  Schaffung  von  Volksbildungsanstalten ­
  (Volkstheatern,  Volksbibliotheken,  volkstümlichen  Vorträgen), ­
  ist  eine  der  wichtigsten  Kulturaufgaben.  „Die  beste  Korrektur
für  die  Einseitigkeiten  hoher  Arbeitsteilung",  sagt  Roscher,  „besteht  in
der  Ausdehnung  und  vielseitigen  Benutzung  der  Muße,  was  ja  beides  von