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b)  Die  Formen  des  Kapitals.
Jedes  Kapital  nimmt  im  Lause  seines  Verwertungsprozesses  verschiedene
  Formen  an.  Je  nach  der  Länge  seines  Bestehens  kann  es  mehr  oder
weniger  Produktionsakten  dienen.  Das  Kapital  macht  eine  Metamorphose
durch,  „derart,  daß  es  immer  in  der  Geldform  beginnt  und  immer  in  ihr
endigt,  zwischendurch  jedoch  sich  in  diejenigen  sachlichen  und  persönlichen
Produktionsfaktoren  verwandelt,  deren  Jnbeziehungsetzung  seine  Ber-Wertung
  hervorruft"  (Sombart).
Die  wichtigste  Unterscheidung  des  Kapitals  ist  die  in:
fixes  oder  stehendes  und  zirkulierendes  oder  umlaufendes ­
  Kapital.
Umlaufendes  Kapital  nennt  man  diejenigen  Teile  des  Kapitals,
die  während  einer  Betriebsperiode  —  meist  wird  ein  Jahr  angenommen
—  nur  einem  Produktionsakt  dienen,  weil  sie  völlig  in  das  neue  Produkt ­
  übergehen,  so  daß  ihre  gänzliche  Erneuerung  notwendig  ist  (Rohund
  Hilfsstoffe,  Gehälter  und  Löhne,  verkaussfertige  Waren,  fällige
Außenstände).  Umlaufendes  Kapital  ist  z.  B.  die  Kohle,  die  man  verbrennt, ­
  das  Korn,  das  man  sät.  In  der  Mühle  geht  das  Getreide  in  Mehl,
in  der  Bäckerei  das  Mehl  in  Brot  über.
Stehendes  Kapital  ist  das  Kapital,  das  nur  ge-  aber  nicht  vernutzt
  wird,  das  also  bei  jedem  Produktionsakt  nur  einen  Teil  seines  Wertes ­
  abgibt  und  infolgedessen  mehrere  Betriebsperioden  überdauert.
Stehendes  Kapital  —  stehend  genannt,  weil  es  in  der  Regel  während  der
Dauer  der  Produktion  die  Form  und  den  Eigentümer  nicht  wechselt  —
sind  z.  B.  Maschinen,  Werkzeuge,  Geschäfts-  und  Fabrikräume,  Nutztiere,
sofern  sie  als  Arbeitstiere,  Milch-  oder  Mastvieh  oder  dgl.  verwendet
werden,  ferner  Straßen,  Amtsgebäude,  Eisenbahnen,  Brücken,  Kanäle,
Häfen,  Telegraphenleitungen  usw.  Hat  der  Wert  der  (z.  B.  durch  Benutzung ­
  einer  Maschine)  ersparten  Arbeit  den  der  aufgewendeten  Arbeit
(Kosten  der  Maschine)  erreicht,  so  ist  das  Kapital  amortisiert.  Für  den
weiter  erzielten  Nutzen  braucht  ein  Äquivalent  nicht  mehr  gegeben  zu
werden.  Im  allgemeinen  wird  es  zweckmäßig  sein,  die  Amortisationszeit
nicht  zu  lang  zu  bemessen  und  regelmäßige  Abschreibungen  vorzunehmen.
Geschieht  dies  nicht,  so  kann  es  vorkommen,  daß  stehende  Kapitalien  (z.  B.
veraltete  Maschinen)  vor  Ablauf  der  Amortisationszeit  einen  Nutzen  nicht
mehr  abwerfen.