mit  Sommergetreide  (Gerste  oder  Hafer)  bebaut  wurde,  während  das
dritte  brach  lag.

Feldmark  des  Dorfes

Feld  I

Feld  II

Feld  III

1.  Jahr

Wiutergetreide

Sommergetreide

Brache

2.  Jahr

Sommergetreide

Brache

Wintergetreide

3.  Jahr

Brache

Wintergetreide

Sommergetreide

4.  Jahr  wie  1.  Jahr  usw.
Das  Brachfeld  diente  bis  Johannis  als  Weide,  im  „Brachmonat"  (Juni)
wurde  es  umgebrochen,  gedüngt  und  zur  Wintersaat  vorbereitet.  Ständige ­
  Weide  war  mitunter,  aber  nicht  immer  vorhanden.  Gemüse  und
Hülsenfrüchte  wurden  in  dem  am  Hause  liegenden  Garten  gepflanzt.
Einen  großen  Fortschritt  bedeutete  die  Einführung  der  sog.  verbesserten ­
  Dreifelderwirtschaft,  bei  der  ein  Teil  des  Landes
nicht  mehr  brach  liegt,  sondern  zeitweise  mit  Futtergewächsen,  Kartoffeln
und  Hülsenfrüchten  bebaut  wird.  Es  findet  eine  bessere  Ausnutzung  der
Bodenkräfte  statt.  Die  vermehrte  Futtergewinnung  gestattet  das  Halten
einer  größeren  Menge  Vieh.  Hierdurch  wird  eine  größere  Dünger-Produktion
  bewirkt  und  somit  eine  höhere  Ergiebigkeit  des  Bodens  erzielt.
In  noch  höherem  Maße  wird  dieser  Zweck  durch  die  Fruchtwechselwirtschaft ­
  erreicht.

e)  Die  Fruchtwechselwirtschaft.
Die  Fruchtwechselwirtschaft  beruht  auf  der  Erkenntnis,  daß  es  zweckmäßig ­
  ist,  einen  Wechsel  im  Anbau  der  Feldgewächse  vorzunehmen,  um
die  Nährstoffe  des  Ackers  immer  wieder  neu  zu  erzeugen.  In  größerem
Maße  wurde  sie  zuerst  in  Belgien,  dann  in  der  englischen  Grafschaft  Norfolk ­
  angewendet.  In  ein  System  wurde  der  Fruchtwechsel  durch  A  l  -
brechtThaer  (1752—1828)  gebracht.  In  ihrer  ursprünglichen  Form
wechseln  Halmfrucht  und  Blattfrucht  jährlich  ab.  Das  Ackerland  ist  in
vier  Schläge  geteilt,  die  Wintergetreide,  Wurzelgewächse,  Sommergetreide
und  Klee  tragen.

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