Feld  I

Feld  II

Feld  HI

Feld  IV

1.  Jahr

Wintergetreide

Wurzelgewächse

Sommergetreide

Klee

2.  Jahr

Wurzelgewächse

Sommergetreide

Klee

Wintergetreide

3.  Jahr

Sommergetreide

Klee

Wintergctreide

Wurzelgewächse

4.  Jahr

Klee

Wintergetreide

Wurzelgewächse

Sommergetreide

Die  Fruchtwechselwirtschaft  ist  ein  sehr  intensives  Ackerbausystem.  Sie
gewährt  höchste  Erträge,  erfordert  aber  auch  einen  sehr  großen  Aufwand
an  Arbeit  und  Kapital.  Rentabel  ist  sie  vor  allem  dort,  wo  die  landwirtschaftlichen ­
  Produkte  hoch  im  Preise  stehen.  Durch  den  großen  Anbau
von  Futtergewächsen  wird  die  Stallfütterung  und  somit  erhöhte  Viehhaltung ­
  möglich,  die  ihrerseits  wieder  den  Vorteil  reicher  Düngung  mit
sich  bringt.
ä)  Die  freie  Wirtschaft.
Von  einer  freien  Wirtschaft  spricht  man,  wenn  eine  feststehende  Fruchtfolge ­
  nicht  besteht,  sondern  d  i  e  Frucht  angebaut  wird,  die  nach  Güte  des
Bodens,  Klima,  Absatzverhältnissen  usw.  voraussichtlich  den  größten  Ertrag
  abwerfen  wird.  Freilich,  alles  Eindringen  von  Licht,  Wärme  und
Luft  in  den  Boden  hat  seine  Grenze,  ins  Unermeßliche  läßt  sich  der  Ertrag ­
  nicht  steigern.  Nach  dem  GesetzderabnehmendenBodenertrüge
  st.  S.  24)  hat  eine  Verdoppelung  des  Kapital-  und  Arbeitsaufwandes ­
  im  intensiven  landwirtschaftlichen  Betriebe  von  einem  bestimmten ­
  Punkte  an  nicht  mehr  eine  Verdoppelung  des  Ertrages  zur  Folge.  Das
Verhältnis  der  Kosten  zum  Rohertrag  bestimmt  das  Betriebssystem.
2.  Agrarverfassung.
a)  Alte  Agrarverfassung  (Zeit  der  Gebundenheit).
Feste  Ansiedelungen  erfolgen  erst,  wenn  ein  Volk  einen  bestimmten
Kulturzustand  erreicht  hat.  Die  Art  der  Siedelung  hängt  von  Klima,
Boden,  individueller  Eigenart  des  Volkes  usw.  ab.  Zwei  Formen  lasten
sich  hauptsächlich  unterscheiden:  Einzelhöfe  und  Dörfer.  Bei  der  E  i  n  z  e  I  -
hofsiedelung  liegt  der  Hof  des  Bauern  inmitten  seines  Landes,
während  bei  der  in  Deutschland  überwiegenden  Form  der  D  o  r  f  s  i  e  d  e  -
l  u  n  g  sich  beim  Bauernhof  nur  kleine  Ländereien,  z.  B.  Obst-  und  Gemüsegärten, ­
  befinden.
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