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feste  Betriebsstätte  und  verarbeitet  dort  (oft  auch  mit  fremdem  Werkzeug)
den  ihm  übergebenen  Rohstoff,  wie  z.  B.  der  Leineweber,  der
Müller  usw.  Man  nennt  dies  Heimwerk.  Auf  den  Fronhöfen  in
Deutschland  boten  die  Hörigen,  als  ihre  Zinshufe  vermindert  wurde,  den
Städtern  ihre  Dienste  an.
Einzelne  Gewerbe  sind  vielfach  bis  in  die  Gegenwart  Lohnwerk  geblieben,
so  z.  B.  die  Schneiderei;  eine  große  Anzahl  Schneider  besitzt  kein  Tuchlager,
sondern  die  Kunden  liefern  den  Stoff,  den  sie  beim  Tuchhändler  gekauft  haben.
e)  Handwerk  (Preiswerk).
Handwerk,  d.  i.  das  mit  der  Hand  vollbrachte  Werk,  bedeutet  „im
engeren  Sinne  ein  dauernd  betriebenes  Gewerbe,  zu  dessen
Ausführung  vorzüglich  manuelle  Geschicklichkeit  erforderlich  ist,  ars  mechanica,
  unterschieden  von  der  Kunst  und  von  der  niedrigen  Handarbeit"
(Grimm).
HandwerkwirddurchHandwerker  ausgeübt.  Es  wird
für  die  Allgemeinheit,  d.  h.  für  einen  Kundenkreis  gearbeitet.  Der
Produzent  ist  Eigentümer  sämtlicher  Betriebsmittel,
der  Werkzeuge  wie  der  Rohstoffe.  Es  wird  kein  Lohn  mehr  für  die  Arbeit, ­
  sondern  ein  Preis  für  das  fertige  Produkt,  d.  h.  für  Arbeit  und
Rohstoff  gezahlt.  Liegen  zeitweise  Bestellungen  nicht  vor,  so  wird  auf
Vorrat  produziert  und  Absatz  auf  Märkten  zu  erzielen  gesucht.  Charakteristisch ­
  ist  ferner,  daß  das  Geschäft  eng  mit  dem  Haushalt  verbunden
war,  Lehrlinge  und  Gesellen  zur  Familie  gehörten.  Die  Handfertigkeit
des  Handwerkers  ist  sein  Kapital;  Reichtum  kann  er  nur  schwer  erlangen;
dafür  war  aber  auch  sein  Risiko  begrenzt.
Einen  freien  Handwerkerstand  hat  es  neben  gewerblich  ausgebildeten
Sklaven  bereits  bei  den  alten  Ägyptern,  Griechen  und  Römern  gegeben.
In  Deutschland  nahm  die  Entwicklung  des  Handwerks  ihren  Ausgang
von  den  Fronhöfen  und  von  den  Klöstern,  in  denen  die  Mönche  selbst  sich
der  gewerblichen  Produktion  widmeten.  Zur  Blüte  gelangen  konnte  es
jedoch  erst  nach  Aufkommen  der  Städte.  Durch  die  Stadtherren
wurde  der  Zuzug  begünstigt.  Die  Unfreien  wurden  frei  nach  dem  Satze:
„Stadtluft  macht  frei  binnen  Jahr  und  Tag".  Die  Städter  wurden  die
Produzenten  für  die  Landbevölkerung.  Aus  der  Periode  der  geschlossenen ­
  Hauswirtschaft  ist  so  die  der  S  t  a  d  t  w  irisch ­
  a  s  t  hervorgegangen.