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Unieu  für  die  künftige  Wirksamkeit  der  Gewerkschaften"  heißt
Gewerkschaften  erblicken  im  Sozialismus  gegenüber  der  kapit«Wstlscyen
Wirtschaft  die  höhere  Form  der  volkswirtschaftlichen  OrganisatioMi^sktzN^
von  ihnen  erstrebte  Betriebsdemokratie  und  Umwandlung  der  Einz
arbeitsverträge  in  Kollektivverträge  sind  wichtige  Vorarbeiten  für  die
Sozialisierung.  Die  weitere  Mitarbeit  der  Gewerkschaften  auf  diesem  Gebiete ­
  ist  unentbehrlich.  Die  Zahl  der  Mitglieder  ist  auf  6,5  Millionen
angewachsen.
2.  Die  Hirsch-Duncker  scheu  G  e  w  c  r  k  v  e  r  e  i  n  e:  Ihre
Väter  sind  die  Liberalen  Max  Hirsch  und  Franz  Duncker.  Wirtschaftlich
standen  sie  bis  in  die  neueste  Zeit  weit  weniger  links  als  die  freien  Ge-»verkschaftcn
  und  vertraten  nur  sozialreformerische  Gesichtspunkte;
neuerdings  betonen  sie  das  Arbeitnchmerinteresse  stärker.  Ihre  Mitgliederzahl ­
  ist  etwa  120000.  Sie  sind  zentralisiert  in  dem  Verband
der  deutschen  Gewerkvereine.  Eine  Erweiterung  des  Verbands ­
  zu  einem  Gewerkschaftsring  der  Arbeiter  und  Auge ­
  st  e  l  l  t  e  n  hat  1920  auf  dem  Kongreß  freiheitlich-nationaler  Arbeiterund ­
  Angestelltenverbände  stattgefunden.  Es  gehören  ihm  an:  1.  der  Allgemeine ­
  Eisenbahnerverband,  2.  der  Verband  der  deutschen  Gewerkvereine
(Hirsch-Dunker),  3.  der  Verband  der  Handlungsgehilfen  zu  Leipzig,  und
4.  der  Verein  der  deutschen  Kaufleute  in  Berlin.
3.  Die  christlichen  Gewerkvereine.  Auf  dem  1.  christlichen
Gewerkschaftskongreß  in  Mainz  (1899)  wurde  der  Verband  der  christlichen
Gewerkvereine  Deutschlands,  der  statutengemäß  keine  Stellung  zu  religiösen ­
  und  politischen  Fragen  nehmen  soll,  als  Kartellvereinigung  gegründet. ­
  Die  Hirsch-Dunckerschen  Gewerkvereine  lehnten  ihre  Beteiligung
ab,  weil  sie  es  für  unwürdig  hielten,  „das  Christentum  zu  Reklamezweckcn
zu  mißbrauchen".  Ihre  Mitgliederzahl  beziffert  sich  auf  rund  1  Million.
Sie  sind  zentralisiert  im  Gesa  m  t  v  c  r  band  der  christlichen
Gewerkschaften.
Im  Deutschen  Gewerkschaftsbund  sind  (seit  Ende  1918)
die  „nichtsozialistischen  Gewerkschaften"  zusammengeschlossen,  ohne  ihre
Selbständigkeit  aufzugeben.  Sie  wollen  in  Fragen,  die  alle  Arbeitnehmer ­
  in  gleicher  Weise  angehen,  gemeinsam  handeln.  Der  Bund,  der
etwa  13/ 4  Millionen  Mitglieder  zählt,  gliedert  sich  in  3  Gruppen:  1.  den
Gesamtverband  deutscher  Angestellten-Gewerkschaften,  2.  den  Gesamtver-