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B.  Güterumlauf.  Überführung  der
Sackgüter  ln  den  Verbrauch.

I.  Begriff  und  Organisation  des  Güterumlaufs.
Eigenproduktion  ist  nur  möglich,  solange  die  Bedürfnisse  der  Menschen
noch  sehr  gering  sind,  und  sie  auf  einer  niedrigen  Kulturstufe  stehen.
Werden  in  einer  Einzelwirtschaft  nicht  mehr  alle  die  Güter  erzeugt,  deren
sie  bedarf,  so  muß  ein  Austausch  der  Sachgüter  zwischen  den  einzelnen
Wirtschaften  erfolgen.  Erzeuger  und  Verbraucher  der  Güter  sind  verschiedene ­
  Personen.  Die  meisten  Menschen  produzieren  das,  was  sie  nicht
selbst  konsumieren,  oder  produzieren  doch  weit  über  das  hinaus,  was  sie
und  ihre  Familie  gebrauchen.  Voraussetzung  eines  jeden  Güteraustausches
oder  Güterumlaufes  bildet  die  Existenz  des  Privateigentums.
Je  mehr  sich  die  Arbeitsteilung  entwickelt,  desto  häufiger  und  notwendiger ­
  wird  der  Tausch.  Eine  Arbeit  wird  für  eine  andere  A-rbeit
hingegeben,  die  etwa  gleich  viel  Zeit  oder  Anstrengung  kostet.  Ganz  allmählich ­
  sondern  sich  die  Berufe  nach  Begabung  und  Veranlagung  der
Menschen;  und  die  Natur  selbst  (Verschiedenheit  der  klimatischen  Verhältnisse ­
  der  Erdoberfläche  und  Verschiedenheit  der  Bedürfnisse)  weist  auf
Arbeitsteilung  hin.  Besonders  scharf  tritt  der  Gegensatz  zwischen  Stadt
und  Land  hervor.  Jeder  ergreift  ein  besonderes  Gewerbe  und  verschafft
sich  die  sonstigen  Lebensbedürfnisse  auf  dem  Wege  des  Tausches;  es  ist
nunmehr  grundsätzlich  jeder  in  der  Lage,  die  Arbeit  zu  verrichten,  die
seiner  Neigung  und  Fähigkeit  entspricht.  In  die  Arbeit,  die  bisher  von
einer  Person  verrichtet  worden  ist,  teilen  sich  jetzt  mehrere.  Infolgedessen
wird  der  Austausch  immer  größer,  und  die  Personen,  die  produzieren,
was  sie  nicht  konsumieren,  und  konsumieren,  was  sie  nicht  produzieren,
sind  immer  seltener  in  der  Lage,  ihre  Produkte  direkt  an  den  Konsumenten ­
  zu  liefern,  vor  allen  Dingen  auch  deswegen  nicht,  weil  ein  Güteraustausch ­
  zwischen  verschiedenen  Orten  erforderlich  ist.