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meines  Tauschmittel  ist,  die  Geldsumuie,  die  man  beim  Austausch  gegen
Ware  bezahlt  oder  empfängt.  Preis  ist  also  der  in  Geldausgedrückte ­
  fund  im  Tauschverkehr  realisierte)  Gegenwert  eines
Gutes  (einer  Ware  oder  einer  Leistung).
Auf  einer  primitiven  Wirtschaftsstufe  kannte  man  nur  den  Naturalaustausch. ­
  Hier  war  es  oft  recht  schwierig,  gerade  d  i  e  Persönlichkeit
ausfindig  zu  machen,  die  das,  was  der  eine  benötigte,  im  Überfluß  hatte,
und  das,  womit  der  andere  überreich  versehen  war,  im  Tausch  dagegen
annahm.  Nie  konnte  auch  ein  Austausch  zustande  kommen,  wenn  ein  unteilbares ­
  Gut  gegen  verschiedenartige  Güter  ausgetauscht  werden  sollte.  -
Im  Laufe  der  Zeit  kam  man  dann  auf  den  Gedanken,  die  Gegenstände
nicht  unmittelbar  auszutauschen,  sondern  ihren  Wert  nach  einem
dritten  Gute,  das  sich  allgemeiner  Beliebtheit  erfreute  und  von
jedem,  auch  wenn  ein  unmittelbares  Bedürfnis  hiernach  nicht  vorhanden
ioar,  gern  genommen  wurde,  abzuschätzen  und  mit  diesem  Gute  zu  bezahlen. ­
  Durch  Gewohnheit,  nicht  durch  Gesetz,  wurden
Wertmesser  geschaffen.
Den  Anforderungen,  die  man  an  ein  allgenieines  Preisuiaß  stellt  —
es  muß  bequem  aufzubewahren  und  zu  befördern  sein,  d.h.
relativ  leichtes  Gewicht  und  geringen  Umfang  im  Verhältnis  zu  seiner
Größe  haben,  ferner  allgemein  bekannt  und  anerkannt  und  von  Raum
und  Zeit  unabhängig  (haltbar)  sein  —,  genügen  am  ehesten  die  Edelmetalle. ­
  Nur  eine  Eigenschaft  fehlt  ihnen:  ihr  Preis  ist  nicht  unveränderlich, ­
  gleiche  Quantitäten  Edelmetalle  haben  zu  verschiedenen ­
  Zeiten  und  an  verschiedenen  Orten  nicht  immer  die  gleiche  Kaufkraft
besessen.
In  dieser  Erkenntnis  ist  als  bestes  Preismaß  von  Adam  Smith  und
der  sozialistischen  Schule  die  m  e  n  s  ch  l  i  ch  e  A  r  b  e  i  t,  die  zur  Erlangung
eines  Gutes  notwendige  Arbeitsleistung  (Arbeitsgeld),  von  vielen  andern
bas  Getreide  vorgeschlagen  worden.  Aber  diese  Maßstäbe  haben  so
viele  Nachteile  —  verschiedene  Bewertung  der  Arbeit,  verschiedener  Wert
des  Getreides  je  nach  dem  Ausfall  der  Ernte  —,  daß  Gold  und  Silber
uoch  immer  die  weitbesten  Wertmesser  abgeben.
Zur  Bezeichnung  eines  hohen  Preises  bedient  man  sich  der  Worte
»kostbar"  und  „teuer",  die  jedoch  nicht  von  gleicher  Bedeutung  sind.  K  o  stb
  a  r  nennt  man  die  Ware,  deren  Produktionskosten  sich  an  sich  hoch