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Konkurrenz  infolge  des  höheren  Gewinnes  eine  größere  Produktion  eintreten, ­
  da  auch  andere  Unternehmer  Anlaß  nehmen  werden,  sich  auf  diesen
Produktionszweig  zu  legen,  und  durch  das  größere  Angebot  wird  der
Preis  wieder  auf  den  alten  Normalstand  sinken.  Umgekehrt,  sinkt  der
Preis  auf  die  Produktionskosten  herab,  oder  geht  er  gar  darunter,  so  wird
die  Produktion,  die  ohne  Nutzen  oder  mit  Verlust  erfolgt,  eingeschränkt
oder  gänzlich  eingestellt  werden.  Das  verminderte  Angebot  wird  eine
Preissteigerung  zur  Folge  haben,  bis  schließlich  wieder  bei  einem  bestimmten ­
  Preise,  der  je  nach  der  Größe  der  Konkurrenz  usw.  sich  wenig  oder
mehr  über  die  Kosten  der  Produktion  erhebt,  Angebot  und  Nachfrage  ungefähr ­
  einander  gleich  sind.
Der  Preis  einer  Ware  für  den  gesamten  Gewerbezweig  richtet  sich  in
der  freien  Konkurrenzwirtschaft  nach  dem  Durchschnitt  der  Produktionskosten, ­
  wird  aber  bei  überreichlichem  Angebot  die  Tendenz  haben,  auf  die
billigsten  Produktionskosten  herabzusinken.  Die  Fabrikanten  werden  sogar
zeitweilig  unter  den  Selbstkosten  verkaufen  müssen.
Im  Gegensatz  zu  diesem  natürlichen  Preis,  der  sich  durch  das
Walten  der  freien  Konkurrenz  bildet,  steht  der  k  ü  n  st  l  i  ch  e  Preis.  Dieser
wieder  kann  sein  ein  Seltenheits-  oder  Monopolpreis,
d.  h.  ein  Preis,  der  sich  hoch  über  den  Produktionskosten  bewegt,  oder  ein
Not-  oder  Schleuderpreis,  der  unter  die  Produktionskosten
gesunken  ist,  weil  die  Nachfrage  abgenommen  hat,  und  es  sich  z.  B.  um
Waren  (Obst,  Blumen  usw.)  handelt,  die  schnell  „um  jeden  Preis"  veräußert ­
  werden  müssen,  da  sie  dem  Verderben  leicht  ausgesetzt  sind.  Der
Seltenheitspreis  wird  auch  Liebhaber-  oderAffektionspreis
genannt.  Es  ist  ein  weit  über  den  wahren  Wert  gehender  Preis,  der  infolge
besonderer  Vorliebe  für  einen  Gegenstand,  der  vielleicht  einzig  in  seiner
Art  ist  swertvolles  Gemälde,  alte  Geige,  seltene  Briefmarke  usw.),  bewilligt ­
  wird.
Beinichtbeliebig,  sondernnurmiterhöhtemKo  st  ena
  u  f  w  a  n  d  vermehrbaren  Waren  (natürlichen  Monopolgütern)  —
z.  B.  bei  land-  und  forstwirtschaftlichen  Bodenprodukten  eines  räumlich
begrenzten  Gebietes  (Fleisch,  Butter,  Eier,  Holz  usw.)  —  ist  der  Preis
infolge  der  beschränkten  Konkurrenz  der  Verkäufer  von  den  Produktionskosten ­
  des  ungünstigst  Produzierenden  abhängig.  Doch  können  auch  hier
die  Preise  nicht  beliebig  in  die  Höhe  gesetzt  werden.  Es  muß  auf