die  Zahlungsfähigkeit  der  Konsumenten,  sowie  darauf  Rücksicht  genommen
werden,  daß  durch  einen  verwandten  Industriezweig  eine  Konkurrenz
entstehen  kann.  So  können  z.  B.  mit  der  Eisenbahn  die  Dampfer,  mit
den  Omnibussen  die  Straßenbahnen  konkurrieren.
e)  Subjektive  Preistheorie.  Meinung  der  Käufer  und  Verkäufer
über  den  Wert  der  Ware.
Die  beiden  Grenzen,  zwischen  denen  beim  Einzeltausch  der  Preis
schwankt,  werden  durch  die  Wertschätzungen  des  Käufers  und  Verkäufers
bestimmt.  Die  obere  Grenze  ist  gleich  dem  Wert,  den  der  Käufer,  die"
untere  gleich  dem  Wert,  den  der  Verkäufer  seiner  Ware  beimißt.  Der
Preis  wird  aber  nie  ganz  die  Untergrenze  erreichen  oder  auf  die  Ober-,
grenze  steigen,  da  sonst  der  wirtschaftliche  Antrieb  zum  Tausche  fehlen  würde.
Bald  werden  die  Käufer,  bald  die  Verkäufer  in  der  Übermacht  sein.  Es
können  sich  gegenüberstehen:
1.  Ein  Käufer  und  ein  Verkäufer.  Die  Höhe  des  Grenznutzens  für
jeden  von  beiden  bestimmt,  zwischen  welcher  Unter-  und  Obergrenze  der
Preis  liegt.  Den  Ausschlag  wird  der  geben  können,  dem  wenig  an  der
Ware,  bzw.  an  dem  Gelde  des  anderen  liegt.  Der  Käufer  ist  in  einer
ungünstigen  Lage,  wenn  er  dringend  die  Ware,  der  Verkäufer,  wenn  er
dringend  Geld  benötigt.
2.  Ein  Käufer  und  mehrere  Verkäufer  (Einseitiger  Wettbewerb
der  Verkäufer).  Der  Käufer  wird  mit  dem  Verkäufer  in  Unterhandlungen
treten,  der  das  betr.  Gut  am  geringsten  schätzt  und  daher  am  wenigsten
fordert.  Das  große  Angebot  wird  den  Preis  drücken.
3.  Mehrere  Käufer  und  e  i  n  Verkäufer  (Einseitiger  Wettbewerb
der  Käufer).  Die  Monopolstellung  des  Verkäufers  wird  eine  Preissteigerung ­
  zur  Folge  haben.  Der  kaufkräftigste,  d.  h.  zahlungsfähigste,  und  die
Ware  am  meisten  begehrende  Käufer  leitet  die  Verhandlungen.  Die
anderen  Kauflustigen  verhindern  ein  Sinken  des  Preises.
4.  Mehrere  Käufer  und  mehrere  Verkäufer.  In  diesem  Falle
wird  der  Preis  sich  so  stellen,  daß  gerade  ebensoviel  Käufer  kaufen,  wie
Verkäufer  verkaufen  können.  Die  Untergrenze  des  Preises  ist  die  Wertschätzung ­
  des  letzten  noch  zum  Tausch  kommenden  Verkäufers  und  des
tauschfähigsten,  aber  vom  Tausch  schon  ausgeschlossenen  Käufers;  die
Obergrenze  des  Preises  ist  die  Wertschätzung  des  letzten  noch  zum  Tausch