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Erwähnt  sei  noch,  daß  ein  Steigen  oder  ein  Fallen  der  Engrospreise
nicht  in  genau  derselben  Höhe  auf  die  Detailpreise  einzuwirken
braucht  und  mitunter  auch  gar  nicht  kann,  da  bei  diesen  zu  dem  Selbstkostenpreise ­
  ein  ziemlich  erheblicher  Satz  für  Geschäftsunkosten  usw.
zugeschlagen  werden  muß,  der  zu  berücksichtigen  ist,  ganz  gleich,  ob  die
Warenpreise  hoch  oder  niedrig  stehen.
3.  Sold  unv  preis.
Nach  der  P  r  o  d  u  k  t  i  o  ns  k  osten  -  Th  e  o  r  i  e,  die  von  dem  Engländer ­
  Senior  und  auch  von  Karl  Marx  vertreten  wurde,  hängt
der  Tauschwert  der  Edelmetalle,  wie  der  jeder  anderen  Ware,  von  seinen
Gewinnungs-  (Produktions-)  Kosten  ab.  Sind  die  Produktionskosten  der
Waren  stärker  gefallen  als  die  des  Goldes,  so  muß  hiernach  ein  Sinken
der  Warenpreise  eintreten.  Der  Satz,  daß  der  Wert  nach  den  Kosten
bestimmt  wird,  die  bei  der  unter  ungünstigsten  Bedingungen  vorgenommenen
  Produktion  entstehen,  trifft  für  die  Edelmetallgewinnung  nicht  zu.
Hier  gilt  der  umgekehrte  Satz:  Vom  Tauschwert  des  Goldes  hängt  es  ab,
bis  zu  welcher  Grenze  unter  gewissen  Verhältnissen  die  Goldgewinnung
lohnend  ist.
Die  sog.  Quantitätstheorie  nahm  an,  daß  eine  Geldvermchrung
ein  Steigen,  eine  Geldverminderung  ein  Sinken  der  Warenpreise  zur
Folge  habe  (s.  a.  den  Abschnitt  „Die  Entwertung  des  Geldes").
Allgemein  bekannt  ist,  daß  man  für  eine  bestimmte  Summe  Geldes  zu
verschiedenen  Zeiten  und  an  verschiedenen  Orten  nicht  immer  gleich«
Mengen  anderer  Güter  kaufen  konnte.
D'Avenel  hat  für  F  r  a  n  k  r  e  i  ch  festgestellt,  daß  die  Preise  von  1890
gegen  die  von  1201—1225  auf  das  H/rfache,  gegen  die  von  1451—1600  auf  das
6fache,  von  1726—1760  auf  das  Sfache  usw.  gestiegen  sind.
Wie  stets  bei  Änderung  des  Austauschverhältnisses  zwischen  zwei  Gütern,
so  bleibt  auch  bei  Verschiebung  in  den  Beziehungen  zwischen  dem  Gelde
und  den  übrigen  wirtschaftlichen  Gütern  die  Frage  offen,  ob  und  intvieweit
  der  Grund  dafür  auf  seiten  der  Waren  (Veränderungen  in  der  Produktion, ­
  in  Angebot  und  Nachfrage  usw.)  oder  auf  seiten  des  Geldes
liegt.  Nach  der  populären  Auffassung  ist  das  Geld  die  unveränderliche
Wertgröße,  während  der  Wert  der  Waren  Schwankungen  unterworfen  ist.
Der  Laie  wird  nie  sagen:  der  Tauschwert  des  Geldes  ist  gestiegen  oder