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und  dieser  wieder  kann  auf  das  Austauschverhältnis  zwischen  Geld  und
Waren  einwirken.
Um  über  den  Stand  und  die  Veränderungen  der  Preise  ein
einigermaßen  klares  Bild  zu  erhalten,  benutzt  man  die  Preisbewegungen
einer  Anzahl  der  wichtigsten  Waren.  Man  notiert  zu  einem  gewissen  Zeitpunkt ­
  deren  Preise  und  wiederholt  dies  in  bestimmten  Zwischenräumen.
Geht  dann  z.  B.  aus  den  Aufzeichnungen  hervor,  daß  alle  Preise  um
50  %  gestiegen  sind,  daß  das,  was  damals  mit  10  M  bewertet  war,  jetzt
15  M  kostet,  so  kann  man  sagen,  der  Geldwert  ist  um  50  %  gestiegen.
Um  den  Vergleichungen  eine  größere  Übersichtlichkeit  zu  verleihen,  bedient
man  sich  der  Indexziffern,  die  man  wie  folgt  berechnet:  Der  durchschnittliche ­
  Preis,  der  für  die  in  Betracht  gezogenen  Artikel  für  einen  bestimmten ­
  Zeitraum  bezahlt  werden  muß,  wird  gleich  100  gesetzt  und  als
Basis  für  die  prozentuale  Vergleichung  der  Preise  der  anderen  fraglichen
Zeiträume  angenommen.  Die  ersten  großen  Aufzeichnungen  dieser  Art
stammen  von  N  e  w  m  a  r  ch  und  I  e  v  o  n  s.  Sie  wurden  in  der  englischen
Finanzzeitschrift  „Economist“  veröffentlicht.  Zugrunde  gelegt  wurden
die  Preise  von  22  Warengattungen,  für  deren  jede  der  Durchschnittspreis
während  der  Jahre  1845—1850  —100  gesetzt  wurde,  für  alle  22  also
--  2200.
Der  englische  Statistiker  A.  S  a  u  e  r  b  e  ck  hat  die  Preise  von  45  Welthandelsartikeln ­
  zugrunde  gelegt  und  den  Durchschnitt  der  Jahre  1867  bis
1877  —100  eingesetzt.
Die  Hauptindexziffer,  die  entsteht,  indem  man  die  Summe  der
Indexziffern  desselben  Zeitraumes  durch  die  Zahl  der  in  Betracht  gezogenen ­
  Waren  dividiert,  gibt  insofern  kein  exaktes  Bild  zur  Messung
der  Kaufkraft  konkreter  Einkommen,  als  bei  dieser  Form  der  Durchschnittsberechnung ­
  alle  Waren  gleichmäßig  berücksichtigt  werden,  ganz
gleich,  ob  sie  mehr  oder  weniger  notwendig  für  den  Konsum  sind,  und  ganz
gleich,  in  welchen  prozentualen  Mengen  sie  benötigt  werden.
Besser  ist  daher,  insbesondere  für  die  Gegenwart,  das  Verfahren  von
R  i  ch  a  r  d  C  a  l  w  e  r.  Er  gibt  eine  Zusammenstellung  der  monatlichen
Reichsindexziffern.  Diese  ist  das  Mittel  aus  den  Indexziffern  von
etwa  200  deutschen  Plätzen,  die  nach  der  Stärke  ihrer  Bevölkerung  bei
der  Berechnung  der  Reichsindexziffer  berücksichtigt  werden.  Die  Indexziffer ­
  für  den  einzelnen  Ort  zeigt  an,  wie  die  Kosten  einer  festbleibcndcn