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Um  das  Abwägen  der  Edelmetalle  und  die  Prüfung  des  Feingehalts
jeweils  zu  vermeiden,  versah  man  später  die,  Metallstücke  mit  einem
Stempel,  der  Gewicht  und  Feingehalt  bezeugte.  Allgemein  wird  angenommen, ­
  daß  im  7.  Jahrhundert  v.  Chr.  die  Lyder  die  ersten  Münzen,
und  zwar  aus  einer  Mischung  von  Gold  und  Silber,  geprägt  haben.  Es
sind  ovale  Metallplättchen,  die  auf  der  einen  Seite  eine  Anzahl  paralleler
Streifen,  auf  der  anderen  einige  unregelmäßige  Vertiefungen  aufweisen.
Auf  die  weitere  Entwicklung  des  Münzwesens  kann  nicht  näher  eingegangen
  werden.  Im  allgemeinen  lassen  sich  4  Stufen  des  Münz-  und
Geldverkehrs  unterscheiden:
1.  Münzen  fremde  r,  bereits  weiter  in  der  Entwicklung  vorgeschrittener ­
  Völker  laufen  um.  Sie  gelangen  ins  Land  infolge  des  Söldnerdienstes, ­
  des  Hausier-  und  Grenzverkehrs,  des  Verkaufs  von  Vieh,  von
Sklaven  und  einigen  Naturprodukten.
2.  Es  findet  eine  eigene  Prägung  statt,  aber  die  Münzen  sind  noch
sehr  unzweckmäßig  hergestellt,  und  ihr  Umlauf  ist  örtlich  und  zeitlich  beschränkt, ­
  d.  h.  sie  werden  meist  nur  für  bestimmte  Jahrmärkte  geprägt, ­
  haben  nur  dort  Umlaufsfähigkeit  und  gelten  meist  nur  für  ein
Jahr,  d.  h.  von  einem  Jahrmarkt  zum  anderen.
3.  Die  Münzen  werden  für  eine  dauernde  Geltung  geprägt,  aber
noch  ist  ihre  Umlaufsfähigkeit  auf  ein  kleines  Gebiet  beschränkt,  und
Münzverschlechterungen  und  häufige  Umprägungen  sind  gang  und  gäbe.
4.  Der  Staat  regelt  das  Münzwesen  für  größere  Gebiete  nach  einheitlichen ­
  Grundsätzen.  Einige  Staaten  sind  sogar  bemüht,  mit  anderen
Ländern  Münzverträge  abzuschließen.
Uber  nominalisti  sich  e  Geldtheorien  s.  S.  146.
2.  Sigsnsckattsn  vss  Metallgeldes.
Die  Edelmetalle  vereinigen  folgende  Eigenschaften  in  sich:
1.  Dauerhaftigkeit.  Die  Edelmetalle  leiden  nicht  durch  Aufbewahrung, ­
  während  Nahrungsmittel  und  andere  zur  Erhaltung  des
Lebens  notwendige  Güter  nur  beschränkte  Zeit  und  in  beschränkter  Menge
aufgespeichert  werden  können.  Die  Edelmetalle  besitzen  weiter  große
Widerstandsfähigkeit:  Weder  durch  Luft  noch  durch  Wasser  werden  sie
angegriffen,  und  erst  bei  sehr  hoher  Temperatur  schmelzen  sie  (Gold  bei
1100  Grad).  Die  Abnutzung  durch  Gebrauch  ist  ganz  geringfügig.