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Die  Fragen,  welche  Währung  für  ein  Land  besser  sei,  Monometallismus, ­
  bei  dem  nur  e  i  n  Edelmetall,  oder  Bimetallis  -
mus,  bei  dem,  je  nach  Wahl  des  die  Zahlung  Leistenden,  Gold  oder
Silber  gesetzliches  Zahlungsmittel  ist,  ferner  ob  beim  Monometallismus
das  Gold  oder  das  Silber  vorzuziehen  sei  —  diese  Fragen  sind,  hauptsächlich ­
  in  den  70er  und  80er  Jahren  de?  vorigen  Jahrhunderts,  lebhaft
erörtert  worden.
Einige  Geldtheoretiker  (Knapp,  Bendixen)  vertreten  die  Auffassung, ­
  daß  cs  für  das  Wesen  des  Geldes  belanglos  sei,  ob  die  Geldzeichen ­
  aus  Metall  oder  Papier  hergestellt  werden.  Aus  dem  Stoff  des
Zahlungsmittels  ist  nicht  ohne  weiteres  erkennbar,  ob  das  betr.  Land
Gold-  oder  Papierwährung  besitzt.  Knapp  will  aus  dem  Währungsgesetz ­
  und  den  Maßnahmen  der  Geld  Verwaltung  allein  die  wesentlichen ­
  Erscheinungen  des  Geldes  erklären.  Er  betrachtet  das  Geld,  das
überhaupt  keinen  Wert  habe,  nicht  als  Geschöpf  der  Wirtschafts-,  sondern
der  Rechtsordnung  („eine  Theorie  des  Geldes  kann  nur  rechtsgeschichtlich
sein").  Die  „pensatorische"  Zahlung,  d.  h.  die  Zahlung  mittels  Zuwägens,
wird  nach  ihm  ersetzt  durch  die  „chartale"  Zahlungsweise:  Der  Staat  legt
gewissen,  von  ihm  gekennzeichneten  Stücken,  die  man  Geld  nennt,  eine
bestimmte  „Geltung"  in  Werteinheiten  bei,  die  Werteinheit  ist  nominal.
Andreas  Voigt  weist  demgegenüber,  in  einer  Kritik  der  Knappschen  „Staatlichen ­
  Theorie  des  Geldes",  darauf  hin,  daß  der  Schwerpunkt  des  Geldwesens ­
  eines  Landes  nicht  im  Lande  selbst,  sondern  auf  dem  Weltmarkt
liege,  daß  nicht  nationale  Staatsgesetze,  sondern,  in  letzter  Linie,  internationale ­
  Wirtschaftsgesetze  über  den  Geldwert  entscheiden.  Basis  und
Wertmaßstab  alles  Landesgeldes  sei  das  internationale  Kurantgeld,  und
weil  dieses  heute  Goldgeld  sei,  so  bedeute  die  Goldwährung  eines  Landes
den  metallischen  Anschluß  au  das  Weltgeld  und  damit  eine  natürliche
Festigung  des  Kurses.  Auch  Adolph  Wagner,  Lotz,  Conrad  und
Adolf  Weber  lehnen  die  Lehre  Knapps  ab.  Weber  schreibt  (im  Nachtrag ­
  zur  25.  Auflage  von  Roschers  Grundlagen  der  Nationalökonomie):
„Eigenartig  ist  für  die  Geldwirtschaft  der  Charakter  der  Verkehrswirtschaft,
  in  welcher  die  Wirtschaftsgüter  ,Warew  geworden  sind,  die  alle
miteinander  durch  den  ,Preis^  verbunden  sind.  Damit  dies  möglich  sein
kann,  ist  ein  .Generalnenner*  notwendig,  das  ist  unser.Geld*.  Es  muß
aber  ein  Generalnenner  sein,  der  auch  im  internationalen  Verkehr