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Wahrung  an,  vermittelten  den  Zahlungsverkehr  und  gaben  Darlehen.  In
Griechenland  waren  die  ersten  Bankiers  die  Priester.  Tempel  und
Heiligtümer  galten  als  die  sichersten  Aufbewahrungsorte  für  Geld  und
Wertgegenstände.  Große  Konkurrenten  erwuchsen  ihnen  in  den  Trapeziten
(abgeleitet  von  —  Tisch),  deren  Hauptgeschäft  Annahme  von
Depositen  und  Zahlungsvermittlung  war.  Daneben  gab  es  noch  zwei
andere  Arten  von  Bankiers:  die  aQyvQccfxoißof,,  die  das  Geldwechselgeschäft ­
  betrieben,  und  die  Savstarai',  die  Gelder  auf  kürzere  oder  längere
Zeit  auslieheu.  Im  alten  Rom  betrieben  diese  Geschäfte  die  mensarii
(abgeleitet  von  mensa  —  Tisch),  die  argentarii  und  die  nummularii.  Mit
der  Völkerwanderung  verlor  das  Bankwesen  an  Bedeutung.  Bis  zur
Zeit  der  Kreuzzüge  war  der  Bankier  fast  ausschließlich  Geldwechsler.
Von  großer  Bedeutung  war  das  Geldwechselgeschäft  im  Mittelalter.
  Nicht  nur  jedes  Ländchen,  sondern  fast  jede  größere  Stadt  hatte
eine  eigene  Münze,  die  nur  innerhalb  ihres  Territoriums  Geltung  hatte;
wer  nach  einem  anderen  Ort  reiste,  mußte  sich  die  Münze  dieses  Platzes
verschaffen.  So  war  es  erklärlich,  daß  allerorten  Geldwechsler  ihren
Tisch  aufschlugen,  ihre  banca,  nach  der  sie  in  Genua  bereits  im  12.  Jahrhundert ­
  den  Namen  bancherii  erhielten.  Sie  hatten  einen  größeren  Bestand ­
  Münzen  fremder  Länder  und  tauschten  sie  gegen  anderes  Geld  ein,
selbstverständlich  unter  Berechnung  einer  Provision.  Da  die  Wechsler
sichere  Gewölbe  zur  Aufbewahrung  ihrer  Bestände  besaßen  und  es  auch
verstanden  hatten,  sich  das  Vertrauen  der  Kaufleute  zu  erwerben,  so  gab
man  ihnen  häufig  auch  Gelder  zur  Aufbewahrung.  Oft  hob  der  Besitzer
diese  Summen  nicht  selbst  ab,  sondern  ließ  sie  an  einen  Dritten  überweisen. ­
  So  entstand  der  Depositen-  und  Giroverkehr,  und  Hand  in  Hand
damit  das  Ausleihgeschäft.  Im  Lauf  der  Zeit  wurden  eigene  und  fremde
Gelder  in  immer  größerer  Menge  als  Darlehen  gegeben.  Da  man  in
der  Kreditgewährung  nicht  immer  sorgfältig  vorging,  konnten  manche
Zahlungen  nicht  eingetrieben  werden.  Infolgedessen  waren  auch  die
Bankiers  häufig  nicht  in  der  Lage,  die  anvertrauten  Gelder  zurückzuzahlen.
Geschah  dies,  so  wurde  ihnen  als  Symbol  ihre  banca  zerschlagen  —
„banco  rotto“,  woher  das  Wort  Bankerott  sich  herleitet
Die  Zahlungseinstellungen  der  Bankiers  und  Banken  führten  in  Italien
zu  gesetzlichen  Erlassen  und  später  sogar  zu  einer  teilweisen  Verstaatlichung
  des  Bankwesens.  1587  wurde  in  Venedig  der  bekannte  banco