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England  und  den  Vereinigten  Staaten  von  Amerika  gelangt,  wo  schon
die  Kinder  in  den  Schulen  mit  der'Ausfertigung  und  Benutzung  von
Schecks  vertraut  gemacht  werden.
In  D  e  u  t  s  ch  l  a  n  d  ist  der  Scheckverkehr  immer  noch  nicht  vollkommen
entwickelt.  Gibt  es  doch  selbst  in  kaufmännischen  Kreisen  noch  eine  große
Anzahl  Lenke,  die  mit  dem  Scheck  und  dem  Scheckbuch  nicht  umzugehen
verstehen.  Ehe  nicht  die  allgemeine  Unkenntnis  über  den  Scheck  und  den
Scheckgebrauch  beseitigt  ist,  wird  dieses  bequeme  und  sichere  Zahlungsmittel
  sich  nicht  indem  Maße  bei  uns  einbürgern,  wie  es  im  Interesse
der  Gesamtheit  und  des  einzelnen  wünschenswert  wäre.
Der  Name  „Scheck"  wird  abgeleitet  von  dem  englischen  exebeqnsr,  d.  i.  die
Kgl.  Schatzkammer,  auf  die  der  König  Anweisungen  ausstellte.  Aus  jenem
Wort  entstand  seit  der  Mitte  des  18.  Jahrhunderts  das  Wort  ebeqner  und
nachher  check.
Der  Scheck  erfüllt  seinen  Zweck  vollkommen  erst  dann,  wenn  der  Empfänger
sich  ihn  nicht  auszah  len,  sondern  von  seiner  Bank  gutschreiben  läßt.
Diejenigen,  die  ein  Bankkonto  nicht  besitzen  —  und  ihre  Zahl  ist  in  Deutschland ­
  noch  groß  —,  weisen  Schecks  mitunter  zurück,  weil  sie  einen  zeitraubenden
Weg  zur  Bank  machen  müssen.  Hier  kann  jeder  erzieherisch  wirken:  Mit  einem
Scheck  zahle  man  seine  Lieferanten  und  alle  diejenigen,  die,  wenn  auch  gesetzlich ­
  nicht  gezwungen,  doch,  um  die  Kundschaft  nicht  zu  verlieren,  genötigt  sind,
sich  mit  der  Zahlung  auch  in  dieser  Form  zufrieden  zu  geben.  Den  Betreffenden
werden  die  häufigen  Wege  zur  Bank  unbequem  werden.  Sie  werden  den  Bankbeamten ­
  ihr  Leid  über  die  „Schikanen"  klagen,  und  diese  werden  ihnen  die  Annehmlichkeiten, ­
  die  der  Besitz  eines  Bankkontos  gewährt,  auseinandersetzen.
So  wird  aus  dem  Scheckgegner  bald  ein  Anhänger  dieser  so  bequemen  Einrichtung ­
  werden,  der  seinerseits  wieder  andere  über  diese  Art  des  Verkehrs
aufklären  wird.
Wer  Schecks  in  Zahlung  erhält  und  ein  Bankkonto  besitzt,  löst  die
Schecks  nicht  direkt  bei  den  betr.  Banken  und  Bankiers  ein,  was  viel  Zeit
beanspruchen  würde,  sondern  gibt  sie  der  Bank,  bei  der  er  ein  Konto  besitzt, ­
  zur  Gutschrift.  Schecks  auf  den  gleichen  Platz  werden  ohne  irgendwelchen ­
  Abzug  in  gleicher  Weise  wie  Einzahlungen  in  barem  Gelde  gutgeschrieben.
  Die  Banken  können  diesen  Einzug  kostenfrei  besorgen,  weil
sie  in  gegenseitiger  Verrechnung  miteinander  stehen.  Die  älteste
Verrechnungsstelle  und  der  Typus  aller  Abrechnungsstellen  ist  das  1770
gegründete  „Bankers  Clearing  House“  in  London,  in  dem  jährlich  Forderungen ­
  im  Werte  von  mehr  als  300  Milliarden  M  verrechnet  werden,