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der  Luxusgütcr  gegenüberstehen.  Bisher,  sagt  Lansburgh  sBank
1919,10),  konnte  jeder  einzelne  „seine  Kaufkraft  nur  dann  über  sein  gegebenes ­
  Einkommen  hinaus  vergrößern  und  sich  preisverteuernd  als
Käufer  am  knapp  versorgten  Markt  der  Konsumgüter  betätigen,  wenn
ein  anderer  ihm  entsprechende  Kaufkraft  überließ  und  in  dieser  Höhe
seinerseits  als  Käufer  ausschied,  also  einen  gewissen  Druck  auf  die  Preise
ausübte.  Jetzt  tritt  neben  diese  bestehende  Kaufkraft  eine  zweite,  die
sich  der  Staat  durch  Ausgabe  neuen  Geldes  schafft,  und  die  nicht  nur
ihren  ersten  Empfänger  (Heereslieferanten,  Getreidehändler  usw.),  sondern
  jedes  auf  ihn  folgende  Glied  in  der  Verkehrskette  befähigt,  üblir
sein  bisheriges  Einkommen  hinaus  Kaufkraft  zu  verausgaben,  die  Konkurrenz ­
  um  die  Konsumgüter  zu  erhöhen  und  die  Preise  zu  steigern.  Das
Gegengewicht  eines  entsprechenden  Minderkonsums  fällt  ebenso  fort,  wie
dasjenige  eines  Angebots  von  Luxus-  und  Kapitalgütern.  Der  Verkehr
braucht  sich  nicht,  wie  früher,  die  fest  begrenzte  Kaufkraft  streitig  zu
machen,  seitdem  der  Staat  immer  neue  Kaufkraft  über  ihn  ausschüttet".
Einer  großen  Anzahl  von  Produzenten  und  Kaufleuten,  sowie  weiten  Arbeiterschichten
  wurde  künstliche  Kaufkraft  verliehen.  Ließ  das  Warenangebot ­
  nach  und  stiegen  die  Preise,  so  wurde  mehr  gezahlt;  man  verdiente
  ja  mehr  und  schraubte  auch  seinerseits  wieder  die  Lohn-  und  Gehaltsforderungen ­
  und  die  Verdienftspannen  herauf.  Preissteigerung  —
Lohnsteigerung  —  Preissteigerung;  so  war  und  ist  der  ewige  Kreislauf!
Parole  war:  Durchführung  des  sog.  Hindenburgprogramms,  koste  es,  was
es  koste.
Wie  an  der  Entwertung  des  deutschen  Geldes  im  Innern,  so  trägt  auch
an  der  Entwertung  des  deutschen  Geldes  im  Auslande  die  Inflation  die
Hauptschuld.  Für  das  übergroße  Angebot  von  Reichsmark  und  der  sich
daraus  ergebenden  Minderbewertung  kommen  aber  noch  folgende  andere
Ursachen  in  Betracht:
1.  Störungder  Handels»  und  Zahlungsbilanz:  Unser
Warenimport  ist  größer  als  unser  Warenexport;  das  „Loch  im  Westen"
gestattete  allzu  lange  Zeit  die  unkontrollierbare  Einfuhr  entbehrlicher
Waren  französische  Parfümerien,  Seide-  und  Luxusstoffe  usw.).  Andererseits: ­
  Aktivposten  unserer  Zahlungsbilanz,  wie  aus  Schiffsfrachten,  Einnahmen ­
  aus  dem  Durchgangsverkehr,  Zinseinnahmen  aus  dem  Besitz  von
Auslandswerten  sind  sehr  zusammengeschrumpft.