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Staatspapiere  emittiert  werden  darf.  Dies  ist  jedoch  sicher  nicht  die  Absicht ­
  von  Sir  Robert  Peel  gewesen.  —  Die  Bestimmung,  daß  alle  über
einen  bestimmten  Betrag  hinaus  ausgegebenen  Noten  voll  durch  Edelmetall ­
  gedeckt  sein  müssen,  bestand  auch  für  die  Russische  Staatsbank.
2.  Deckung  der  Noten  durch  Staatspapiere  erfolgt  vor  allem
in  den  Vereinigten  Staaten  von  Amerika.  In  normalen
Zeiten  mögen  Wohl  die  den  Notengläubigern  gewährten  Garantien  genügende ­
  Sicherheit  bieten,  in  kritischen  Zeiten  aber  (}.  hierüber  mein
„Notenbankwesen  in  den  Vereinigten  Staaten  von  Amerika")  werden
die  Gläubiger  nicht  jederzeit  und  sofort  darauf  rechnen  können,  daß
die  Noten  in  Währungsgeld  umgetauscht  werden.
3.  Das  deutsche  S  y  st  e  m  ist  insofern  dem  englischen  nachgebildet,
als  der  Deutschen  Reichsbank  ein  bestimmtes  Kontingent  Noten  zugewiesen ­
  ist.  Im  Gegensatz  zu  England  hat  Deutschland  aber  die  indirekte ­
  Kontingentierung,  d.  h.  die  Reichsbank  darf  auch  Mehr  Noten
als  Bargeld  plus  Kontingent  emittieren,  wenn  sie  für  diese  Summe  eine
Steuer  ans  Reich  zahlt.  (Seit  Kriegsausbruch  ist  die  Notensteuer  vorübergehend ­
  aufgehoben.)  —  Ähnlich  sind  die  Bestimmungen  in  Österreich-Ungarn. ­

4.  Während  das  englische,  amerikanische  und  deutsche  System  der  Ausgabe ­
  ungedeckter  Noten  einen  Riegel  vorschiebt,  bestehen  in  Frankreich ­
  keine  Vorschriften  über  Notendeckung.  Die  Emissionsgrenze  steht
in  keinem  Zusammenhang  mit  dem  Metallbestande.
6.  Das  Diskont-  und  vsvifsn-SssckiM.
a)  Wirtschaftliche  Bedeutung  des  Wechsels.
Wo  und  wann  der  Ursprung  des  Wechsels  gewesen  ist,  hat  man  mit
Sicherheit  nicht  feststellen  können.  Weiter  ausgebildet  worden  ist  der
Wechselverkehr  jedenfalls  durch  italienische  Geldwechsler  und  Bankiers.
Wer  eine  Reise  machte,  mußte  sich  die  Münzen  der  Länder,  die  er  berührte, ­
  verschaffen.  Die  Unsicherheit  der  Landstraßen  ließ  es  aber  häufig
nicht  zweckmäßig  erscheinen,  größere  Summen  baren  Geldes  mit  sich  zu
führen.  Allgemein  bürgerte  es  sich  daher  im  14.  Jahrhundert  ein,  die
Summe,  die  man  für  Einkäufe  und  als  Reise-  und  Zehrgeld  benötigte,
einem  der  Bankiers  am  Orte  zu  übergeben,  um  im  Tausch  dagegen  eine