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Vom  offiziellen  Banksatz  zu  unterscheiden  ist  der  in  der  Regel  niedrigere
Privatdiskont,  d.  i.  der  Zinsfuß,  zu  dem  eine  bestimmte  Art  von
Wechseln  („P  r  i  v  a  t  d  i  s  k  o  n  t  e  n")  gekauft  werden,  an  die  besondere
Anforderungen  gestellt  werden.  Die  Trassaten  müssen  erste  Waren-  oder
Bankfirmen  sein,  die  Wechsel  auf  einen  Bankplatz,  d.  h.  auf  einen  Ort,
an  dem  die  Deutsche  Reichsbank  eine  Niederlassung  hat,  lauten,  eine
gewisse  Mindestlaufzeit  besitzen  und  auf  einen  bestimmten  Mindestbetrag ­
  ausgestellt  sein.
Nach  Berliner  Usance  sind  als  Privatdiskonten  nur  Abschnitte ­
  von  5000  M  und  darüber  lieferbar,  welche  noch  wenigstens  56  Tage
und  nicht  mehr  als  3  Monate  zu  laufen  haben  und  keine  (echten)  Domizilwechsel ­
  sind.
o)  Der  internationale  Wechselverkehr  (Devisengeschäft).
Die  immer  häufigere  Benutzung  von  Wechseln  und  Schecks  —  neuerdings ­
  auch  von  Auszahlungen  —  bringt  es  mit  sich,  daß  im  Welthandel
Edelmetalle  zur  Begleichung  von  Zahlungen  nur  noch  in  verhältnismäßig
geringem  Umfange  Verwendung  finden.  Devisen,  das  sind  Wechsel
oder  Schecks  auf  fremde  Plätze,  bilden  das  hauptsächlich  zwischen  zwei
Ländern  in  Betracht  kommende  Zahlungsmittel.  Der  Wechsel-  (Devisen-)
Kurs  ist  das  Barometer,  das  anzeigt,  ob  eine  Goldausfuhr  von  einem
Lande  zum  andern  lohnend  ist.
Schuldet  A  in  Berlin  dem  B  in  London  und  dem  0  in  Paris  Geld,  so
braucht  sich  A  nicht  die  entsprechenden  Beträge  in  Pfund  Sterling  und  in
Franken  zu  verschaffen,  und  dann  diese  Münzen  nach  London  und  Paris
zu  senden,  sondern  er  kauft  statt  dessen  bei  einer  Bank  oder  einem  Bankier
einen  Scheck  oder  Wechsel  auf  London  in  Pfund  Sterling,  in  Paris  auf
Franken  ausgestellt,  den  er  seinen  Gläubigern  sendet.
Woher  empfangen  nun  die  Banken  diese  Wechsel  und  Schecks,  bzw.  auf
welche  Weise  verschaffen  sie  sich  Guthaben  in  den  betreffenden  Orten?
Ebenso  wie  A  in  Berlin  an  B  in  London  Geld  zu  zahlen  hat,  kann  X  in
Berlin  von  Y  in  London  Geld  zu  empfangen  haben.  Sendet  Y  dem  X
in  Höhe  der  Schuld  einen  Wechsel  auf  London,  so  wird  es  für  X  einfacher ­
  sein,  diesen  Wechsel  an  seinen  Berliner  Bankier  zu  verkaufen,  als
ihn  an  ein  unbekanntes  Londoner  Bankhaus  zum  Verkauf  oder  zum
Einzug  zu  senden.  Der  Berliner  Bankier  verkauft  diesen  Wechsel  entweder ­
  an  jemanden,  der  die  Devise  London  braucht,  oder  aber  er  sendet