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Einfuhrverbote  und  Ausfuhrprämien  auf  Fabrikate,  Schiffsprämien,
weiter  durch  Ausfuhrzölle,  Ausfuhrverbote  und  Einfuhrprämien  auf  Rohstoffe. ­
  —  Über  das  Merkantilsystem  siehe  weiter  S.  287  ff.
Als  Protektiv  ns  -  oder  Schutzzollsystem,  das  die  Einfuhr
von  Gütern,  die  auch  im  Jnlande  erzeugt  werden,  durch  hohe  Eingangszöllc
  erschwert,  hat  sich  das  Merkantilsystem  noch  weit  in  das  19.  Jahrhundert ­
  hinein  erhalten  (insbesondere  auch  Schutz  der  Grundbesitzer  zugunsten ­
  der  heimischen  Landwirtschaft.
Die  Freihandelslehre  geht  von  der  Theorie  der  Arbeitsteilung,
aus.  Diese  wird  bedingt  durch  die  Ausdehnung  des  Markts.  Daraus  wird
das  Prinzip  der  internationalen  Arbeitsteilung  gefolgert
und  die  internationale  freie  Konkurrenz  gefördert.  Bereits  die  Physiotraten
  und  Adam  Smith  sind  für  den  Freihandel  eingetreten.
Dieselben  Ideen  vertrat  Ricardo.
Wissenschaftliche  Vertreter  der  Freihandelslehre  sind  in  England ­
  ferner  M  a  c  C  u  l  l  o  ch,  I  a  m  e  s  M  i  l  l,  S  e  n  i  o  r,  in  Frankreich'
I.  B.  S  a  Y,  B  a  st  i  a  t  und  Michel  Chevalier  (1806—1879),  in
Deutschland:  Prince  Smith  (1809—1874),  O.  Michaelis,
L.  Bam  berge  r,  Schulze-Delitzsch  (1808—1883),  V.  Böh  -
wert,  Max  Wirth  u.  a.
Zur  Geltung  gebracht  wurden  die  Lehren  der  Freihandelsschule
vor  allem  durch  die  Antikornzolliga  (^nti-6orn-Imv-hE3,gne),
die  1839  durch  den  Kattunfabrikanten  RichardCobden  (1804—1865)
und  durch  John  Bright  begründet  worden  war.
Durch  das  englische  Gesetz  von  1828,  das  bereits  eine  Milderung  der
Gesetze  von  1815  und  1822  darstellte,  wurden  für  eingeführtes  Getreide
(Weizen)  Zölle  nach  einer  betveglichen  Skala  erhoben:  Je  niedriger  der
Getreidepreis,  desto  höher  sollte  der  Zoll  sein.  Er  betrug  bei  einem  Preise
von  66  «h  für  das  Quarter  21 2 / 3  sh;  um  so  viel  der  Preis  unter  66  sh
sank,  um  so  viel  erhöhte  sich  der  Zoll.  Die  dadurch  entstandene  Teuerung
der  Lebensmittel  halte  eine  Erhöhung  der  Löhne  und  damit  auch  der
Fabrikare  zur  Folge,  wodurch  die  englische  Industrie  schlecht  mit  ausländischen ­
  Fabrikaten  konkurrieren  konnte.  Auf  Veranlassung  ihres  Präsidenten ­
  Cobden  richtete  nun  die  Handelskammer  von  Manche  st  er
eine  von  diesem  ausgearbeitete  Petition  an  das  Parlament,  in  der  sie  sofortige ­
  Aufhebung  der  Zölle  auf  Getreide  und  Lebensmittel  forderte.  Ge