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3.  Welche  Momente  bestimmen  den  Lohnsatz  7
Die  Höhe  des  Arbeitslohnes  wird  bestimmt:
Nach  den  Ko  st  en,diezurLebenshaltung  der  Arbeiter
undihrerFamilien  erforderlich  sind.  Die  Obergrenze  des
Lohnes  ist  insofern  gegeben,  als  er  auf  die  Trauer  nicht  höher  als  der
Arbeitsertrag  jein  kann,  da  sonst  der  Unternehmer  mit  Verlust  arbeiten
würde.  Die  Untergrenze  bildet  das  Exiftenzminimum,  das  hier  aber  nicht,
im  strengen  Sinne  des  Wortes  aufzufassen  ist.  Der  Arbeiter  muß  für
sich  und  die  Seinen  den  Unterhalt  fauch  Bildungs-  und  Erziehungskosten)
decken  können.  Sein  Lohn  darf  nicht  unter  den  stunäurck  of  life,  der
selbstverständlich  nach  Kulturstufe  und  Lebensgewohnheiten  eures  Landes
schwankt,  herabsinken.  Das  Existenzminimum  ist  gleich  den  Produktionskosten ­
  der  Ware  Arbeitskraft.
M  a  r  x  hat  diese  objektive  Lohntheorie  folgenderinaßen  formuliert:  Der
Wert  der  Arbeitskraft  bestimmt  sich  durch  die  Menge  Arbeit,  die  zur
Erzeugung  der  für  die  Reproduktion  jener  Arbeitskraft  notwendigen
Sachgüter  erforderlich  ist.  Ihr  steht  eine  subjektive  Lohntheorie  gegenüber: ­
  Die  Höhe  des  Lohnes  wird  bestimmt  durch  den  Ertrag,  den  die
Arbeitsleistung  des  letzten  Arbeiters  („Grenzarbeiters")  abwirft,  dessen
Verwendung  noch  von  Nutzen  für  den  Unternehmer  ist.  In  dieser  Lohntheorie ­
  kommt  auch  zum  Ausdruck,  daß  kaum  eine  Gruppe  Arbeiter  dasselbe ­
  Lohnniveau  hat,  wie  eine  andere.
Auf  die  Lohnhöhe  wirkt  weiter  ein:  Das  Verhältnis  der
Nachfrage  nach  Arbeitskräften  zum  Angebot.  Lohn  ist
der  Preis,  der  für  eine  Arbeitsleistung  vom  Arbeitgeber  gezahlt  wird.
Er  steigt  und  fällt,  je  nachdem  die  Nachfrage  nach  Arbeitern  größer  und
dringender  ist  als  das  Arbeitsangebot,  und  umgekehrt.  Finden  zahlreiche ­
  Auswanderungen  statt,  oder  hat  sich  die  Zahl  der  Arbeiter  durch
epidemische  Krankheiten  stark  verringert,  dann  wird  infolge  der  Abnahme
des  Angebots  der  Arbeitslohn  steigende  Tendenz  annehmen.
Abweichung  von  dieser  Regel  findet  statt  infolge  des  mehr  und  mehr
überhandnehmenden  Zusammenschlusses  der  Arbeiter.  Der  isolierte
Arbeiter,  der  nichts  als  seine  Arbeitskraft  besitzt,  muß,  durch  die  Rot
getrieben,  zu  jedem  Preise  Arbeit  annehmen,  während  die  durch  Gc»
werkvereine  usw.  geeinten  Arbeiter  dem  Arbeitgeber  als  Macht  gegenübertreten
  und  mit  ihm  unterhandeln  können.