Zeitigen  Verhältnis  zu  ihrer  Produktion.  Nur  was  vorher  produziert
Worden  ist,  kann  konsumiert  werden,  und  das  Streben  nach  Bedürfnisbefriedigung ­
  zwingt,  wie  wir  gesehen  haben,  zur  Produktion.  Die  Konsumtion ­
  ist  „die  Krone  des  Baumes,  von  welchem  die  Produktion  die
Wurzel,  Umlauf  und  Verteilung  der  Güter  den  Stamm  der  Güter  bilden"
(A.  Walker).
Wie  es  nach  dem  Prinzip  der  Wirtschaftlichkeit  Aufgabe  der  Prob
  u  k  t  i  o  n  ist,  mit  Aufwendung  möglichst  geringer  Arbeitsleistung  und
-Hingabe  möglichst  geringer  Werte  (kurz:  mit  möglichst  geringen  Koston)
einen  möglichst  großen  Ertrag  zu  erzielen,  so  ist  es  Aufgabe  der  Konsumtion, ­
  mit  dem  geringsten  Aufwand  (Grundsatz  der  kleinsten  Mittel)
den  Zweck  zu  erreichen.
2.  produktive  und  unproduktive  Konsumtion.
Je  nachdem  die  Konsumtion  zur  Befriedigung  wirklicher  Bedürfnisse
direkt  oder  indirekt  notwendig  ist,  oder  sie  diesem  Zwecke  nicht  dient,
spricht  man  von  einer  produktiven  und  einer  unproduktiven
K  o  n  s  u  m  t  i  o  n.
Die  produktive  Konsumtion  wird,  da  aus  vernichteten,  verbrauchten ­
  oder  abgenutzten  Werten  (Rohprodukte,  Maschinen,  Werkzeuge)
unter  anderen  Formen  wieder  neue  Werte,  die  einen  größeren  Gebrauchswert ­
  als  die  zerstörten  haben,  entstehen,  vielfach  als  reproduktive
Konsumtion  bezeichnet.  Sie  findet  z.  B.  statt,  wenn  aus  Brettern
Tische  und  Schränke,  oder  aus  Leder  Schuhe  und  Stiefel  angefertigt
werden.  Im  weiteren  Sinne  nennt  man  reproduktive  Konsumtion  auch
den  Verbrauch  von  Gütern,  die  zwar  zunächst  nur  zur  Befriedigung  persönlicher ­
  Bedürfnisse  dienen  (Nahrungsmittel,  Kleidung),  deren  Konsumtion ­
  aber  zur  Erhaltung  des  Lebens  und  Erhöhung  der  Leistungsfähigkeit
notwendig  ist,  ferner  die  Konsumtion,  die  zur  weiteren  geistigen  Ausbildung ­
  (Schule,  Universität)  erfolgt  und  somit  die  Grundlage  zur  Vermehrung ­
  des  späteren  Einkommens  bildet.
Als  unproduktiv  bezeichnet  man  jeden  überflüssigen  Verbrauch. ­
  Eine  unproduktive  Konsumtion  ist  z.  B.  die  mutwillige  Zerstörung ­
  von  Gebrauchsgegenständen,  das  Einwerfen  einer  Fensterscheibe,
bas  Jnbrandstecken  einer  gefüllten  Scheune  usw.,  ferner  ist  hierzu  zu
rechnen  der  Aufwand  für  Speisen  und  Lebensmittel,  die  in  so  großer

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