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Menge  angeschafft  werden,  daß  sie  vor  dem  Genuß  verderben  sschimmclir,
faulen  usw.),  durch  die  also  keine  neuen  Werte  erzeugt  werden  können.
Unproduktiv,  weil  unwirtschaftlich,  ist  auch  die  Konsumtion,  die  mit  z  »
großem  Auf  wände  erkauft  wird,  d.  h.  wenn  zur  Erreichung  eines
Zweckes  Ausgaben  erfolgen,  die  in  keinem  richtigen  Verhältnis  zu  dem
Ergebnis  stehen.  Eine  besondere  Art  des  unproduktiven  Konsums  ist  der
Luxus.
3.  Luxus.
Worin  liegt  das  Wesen  des  Luxus?  Der  Begriff  ist  sehr  dehnbar.
Im  allgemeinen  versteht  man  unter  Luxus  einen  Aufwand  an  wirtschaftlichen ­
  Gütern,  der  sichüber  den  durchschnittlich
üblichen  oder  sst  an  desgemäß)  notwendigen  Gebrauch
einesVolkesodereinerBerufsklasse  erhebt.  Die  Anschauungen ­
  über  das,  was  als  Luxus  zu  bezeichnen  ist,  haben  sich  im  Laufe
der  Zeit  sehr  geändert,  indem  mit  dem  Steigen  der  Kultur  sich  die  Bedürfnisse ­
  erheblich  gemehrt  haben.
Treffend  schildert  Roscher  den  Luxus  in  seinen  verschiedenen  Perioden;
Während  der  1.  Periode  wird  großer  Luxus,  jedoch  mehr  in  der  Quantität
als  in  der  Qualität,  mit  den  Erzeugnissen  des  eigenen  Bodens  getrieben.  Der
Ritter,  der  nicht  mehr  essen  und  trinken  kann,  als  der  Magen  aufzunehmen
vermag,  hält  eine  zahlreiche  Dienerschaft,  die  ihm  behilflich  sein  soll,  seinen
Überfluß  zu  verzehren,  und  veranstaltet  große  Festessen,  an  denen  er  weite
Kreise  der  Bevölkerung  teilnehmen  läßt.  Hierdurch  tritt  der  Gegensatz  zwischen
reich  und  arm  nicht  so  sehr  hervor.  „Zwischen  der  Lebensweise  der  verschiedenen
Klassen  ist  keine  bedeutende  Kluft.  Das  sind  die  goldenen  Zeiten  der  Aristokratie."'
Der  Luxus  der  2.  Periode  hat  seine  charakteristische  Entwicklung  im  neueren
England  gefunden.  Mehr  „auf  wirklichen,  gesunden  und  geschmackvollen  Lebensgenuß, ­
  denn  auf  unbequemen  Prunk  gerichtet",  ist  er  „K  o  m  s  o  r  t".  Der
Grad  seiner  Entwicklung  ist  aus  der  Verbrauchsmenge  gewisser  feinerer
Waren  (Weißbrot,  Zucker,  Südfrüchte)  zu  erkennen.  Es  tritt  das  Bestreben
hervor,  alle  Güter,  die  man  überhaupt  besitzen  will,  in  bester  Qualität  zu  besitzen ­
  und  sich  dafür  lieber  mit  wenigen  zu  begnügen.
In  der  8.  Periode  treten  „Unnatur  und  Verweichlichung  an  die  Stelle  der
Schönheit  und  des  Lebensgenusses",  wie  z.  B.  in  Rom  in  der  früheren  Kaiserzeit, ­
  wo  man  sich  an  vermeintlichen  Lebensgenüssen  zu  überbieten  versuchte:  Im
Wein  wurden  kostbare  Perlen  aufgelöst,  bei  Tisch  die  Kleider  mehrere  Male
gewechselt.  Seefische  wurden  lebend  auf  die  Tafel  gebracht,  betäubt  und  mit
einer  Brühe  begossen,  die  den  Anblick  gewährte,  den  sterbenden  Fisch  seine:
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